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Messe für Alleinerziehende und Berufsrückkehrende

Text vom 19.06.2017: Die Agentur für Arbeit lädt am Mittwoch, 21. Juni, von 10 bis 15 Uhr zu einer Messe für Alleinerziehende und Berufsrückkehrende ins Lübecker Rathaus, Eingang Marktseite, ein. Dort gibt es Informationen und direkten Kontakt zu Unternehmen.

Alleinerziehende haben es oft nicht einfach, einen Job zu finden. Aber auch der Berufseinstieg nach einer längeren Zeit der Familienarbeit will gut vorbereitet sein. Neben den fachlichen Voraussetzungen müssen Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung, Arbeitszeiten und Flexibilität des Unternehmens stimmen. Bei einer Messe am 21. Juni 2017 können alleinerziehende Mütter und Väter sowie Berufsrückkehrende direkt zu familienfreundlichen Unternehmen in Kontakt treten. Die Agentur für Arbeit Lübeck und das Jobcenter Lübeck haben gemeinsam mit den Netzwerkpartnern im Rahmen des Projektes MARZIPAN (Mit Alleinerziehenden richtig zur Integration – Potenzial für den Arbeitsmarkt nutzen) diese Messe organisiert. An 20 Ständen gibt es hier Informationen von Personalverantwortlichen aus erster Hand.

"Neben dem direkten Kontakt zu Unternehmen, können sich die Besucherinnen und Besucher zu Themen wie Teilzeitberufsausbildung, Kindertagespflegeeinrichtungen und den Wiedereinstieg in das Berufsleben beraten lassen. Außerdem bietet der Arbeitgeber‑Service von Arbeitsagentur und Jobcenter einen Überblick über offene Arbeitsstellen in der Region. Und es wird ein Job-Speed-Dating durchgeführt", erläutert Kathleen Wieczorek, Geschäftsführerin Operativ in der Arbeitsagentur Lübeck, das vielfältige Angebot.

"In Kooperation mit dem Frauenbüro der Hansestadt Lübeck können wir die Messe auch an einem sehr zentralen und gut erreichbaren Ort durchführen – im Rathaus. Nutzen Sie Ihre Chance unabhängig davon, ob sie Arbeitslosengeld oder andere Leistungen beziehen. Auch Erwerbstätige, die sich neu orientieren möchten, sind herzlich eingeladen, ebenso wie Frauen und Männer, die nach einer Familienarbeit wieder in den Beruf einsteigen möchten. Nirgendwo sonst treffen Sie auf ein ähnlich konzentriertes Angebot an Firmen und Informationen", wirbt Joachim Tag, Geschäftsführer des Jobcenters Lübeck.

Die Seniorenhäuser Hinrichs sind seit Beginn des Projektes "MARZIPAN" im Jahr 2012 als Kooperationspartner dabei. "In der Altenpflege wächst der Bedarf an Fachkräften. Da ist es für uns wichtig, alle Potenziale zu nutzen", erklärt Anja Hinrichs, Heimleiterin des Seniorenhauses Hinrichs Moislinger Aue. "Alleinerziehende können oft wegen der Kinderbetreuung weniger flexibel reagieren. Sicherlich ist es nicht einfach, die eingeschränkte Arbeitszeit im Team zu kompensieren, aber mit etwas Organisationswille und Toleranz bei den Kolleginnen und Kollegen klappt das gut. Auf der Messe lernen wir viele Interessierte kennen und mindestens zwei bis drei Einstellungen haben sich jedes Jahr daraus ergeben - sogar eine Ausbildung", freut sie sich.

Viktoria Davydov (35 Jahre) hat letztes Jahr am Messestand ihren Bewerbungsbogen abgegeben. Seit 15. August 2016 arbeitet sie als Altenpflegehelferin im Seniorenhaus Hinrichs Kasino in Kücknitz. Ihr Arbeitstag beginnt erst um 7.45 Uhr und endet bereits um 14.45 Uhr, damit sie ihren sechsjährigen Sohn in den Kindergarten bringen kann. "Altenpflege war schon immer mein Traumberuf, aber mit dieser Arbeitszeit ist es wirklich schwierig, einen Arbeitgeber zu finden. Meist beginnen die Schichten um 6 Uhr. Doch ich habe nicht aufgegeben. Durchhalten lohnt sich. Irgendwann klappt es mit einem familienfreundlichen Unternehmen", rät sie auch anderen Alleinerziehenden.

Stefanie Wienk (49 Jahre) hat 2016 beim Job-Speed-Dating mitgemacht und konnte im September im Seniorenhaus Hinrichs Kasino als Betreuungskraft starten. Die gelernte Einzelhandelskauffrau hat früher ihre Oma betreut. "Das hat mir so gut gefallen, dass ich in die Pflege wechselte und mir gar nichts anderes mehr vorstellen kann", berichtet sie. Im "Kasino" unterstützt sie die Senioren dabei, am Gemeinschaftsleben teilzunehmen. Sie liest zum Beispiel mit ihnen, bastelt oder geht spazieren.

Stefanie Wienk liest Gerda Amend und ihrem Mann, der sie im Heim besucht, etwas über die Lübecker Geschichte vor. Foto: Agentur für Arbeit

Stefanie Wienk liest Gerda Amend und ihrem Mann, der sie im Heim besucht, etwas über die Lübecker Geschichte vor. Foto: Agentur für Arbeit

Autor: Agentur für Arbeit/red.

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