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Kurzrennen mischte Seebahn-Wertung kräftig durch

Archiv-Text vom 22.07.2018: Kurzarbeiter auf der Seebahn: Das erste Wochenende der Travemünder Woche ist traditionell als Mittelstrecken-Regatta für die Yacht-Crews ausgeschrieben. Im scheinbar unendlichen Sommer anno 2018 bekamen die Mannschaften aber zwischenzeitlich hitzefrei.

Am Ende der zwei Tage standen lediglich eine kurze Mittelstrecke und eine Up-and-Down-Wettfahrt an – immerhin. Denn so konnten nach zwei Wettfahrten die ersten Sieger der Travemünder Woche im 129. Jahr gekürt werden.

Fix unterwegs war am Sonntag die erst zwölfjährige Maya Heyden mit ihren Eltern Lieselotte und Sven auf der Streamline „Svelo“. Als erstes Boot hatte die Mannschaft vom Surf- und Segelclub Pulheim die fünf Seemeilen absolviert und konnte sich wieder auf den Weg in den Hafen machen. In der Gesamtwertung aller ORC-Yachten konnte das Trio nach berechneter Zeit zwar nicht ganz vorn mitmischen. In der eigenen Wertungsklasse (ORC 4) holte es sich aber die Siegertrophäe ab.

Große Hoffnungen auf einen Doppelsieg hatte Jan Peters (Heiligenhafen) mit seiner Crew von der „Adamas“ vor dem Sonntag. Sie hatten am Samstag nicht nur in der eigenen Gruppe ORC 2 den Bug vorn, sondern auch in der Gesamtwertung. Auf der Up-and-Down-Wettfahrt lief es dann aber nicht optimal.

„Wir hatten nach dem Start und auch auf dem ersten Spi-Gang jeweils die falsche Seite erwischt und mussten durch die Abwinde der Yachten, die wir sonst hinter uns haben. Auf der zweiten Runde haben wir dann aber das Schiff ganz gut in Fahrt bekommen“, so Skipper Peters. Doch zur Verteidigung der Führung reichte es nicht mehr. Trotz der Enttäuschung und der langen Warterei auf dem Wasser war es für die „Adamas“ ein toller Tag auf See. „Es war herrlich, fast karibisch. Erst haben wir mehrere Badegänge gemacht, und als sich der Wind kurz vor 15 Uhr aufbaute, hat die Wettfahrtleitung richtig entschieden und die kurze Wettfahrt noch gestartet“, sagte Peters, der sich nun auf die Rennen auf der Lang- und Kurzstrecke in den kommenden Tagen freut. Den Gruppensieg musste Peters noch der „Piranha“ aus Kiel von Christian Rönsch überlassen.

Und in der Gesamtwertung aller ORC-Schiffe eroberte Anke Scheuermann (Hamburg) mit der „Akka“ Platz eins. Die weiblich dominierte Mannschaft spielte auf der kurzen Bahn ihre Erfahrung aus, holte den Tagessieg und damit die ORC-Trophäe über alle Klassen. Natürlich war sie damit auch in der ORC 3 spitze. In der stärksten Gruppe auf der Seebahn setzte sie sich gegen namhafte Konkurrenz durch. Es folgten die „Solconia“ (Hamburg) von Gerd Schneider und die „Patent 4“ von Ex-Weltmeister Jürgen Klinghardt (Lübeck). Als einziges Boot in der ORC 1 hatte sich Claus Bressler (Hamburg) mit der „Chrila“ allein durch die Teilnahme den Gruppensieg verdient.

Sieger der beiden Multihulls wurde Nils Polster aus Hamburg. Bei den Yardstick-Yachten eroberte die „Tsunami“ von Lutz Pouplier (Geesthacht) den Gesamtsieg vor der „Na und“ von Stefan Meining (Heiligenhafen). Dazu kam Platz eins in der Gruppe für die „Tsunami“. Bei den kleinen Yachten siegte Max Riedl (Hamburg) mit seinem IF-Boot.

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Die "Akka"-Crew war insgesamt die beste Mannschaft der ORC-Klassen. Foto: segel-bilder.de

Autor: Media TW/red.

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