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Lübeck:

Erster Adventsbrand in Lübeck

Archiv-Text vom 12.12.2018: Am Mittwoch gab es in Lübeck den ersten Feuerwehreinsatz des Jahres wegen eines brennenden Adventsgesteckes. Da der Einsatzort in der Innenstadt lag, rückte die Feuerwehr mit zahlreichen Kräften aus.



Gegen kurz vor 12 Uhr meldeten Anwohner aus der Wakenitzmauer einen piepsenden Rauchmelder in einem Mehrfamilienhaus. Beim Eintreffen des ersten Feuerwehrfahrzeuges war bereits eine Rauchentwicklung erkennbar. Entsprechend wurden weitere Einheiten nachgefordert. Die Feuerwehrleute fanden schnell die Ursache: Ein Adventskranz hatte Feuer gefangen. Dank der rechtzeitigen Alarmierung konnte ein größerer Schaden verhindert werden. Eine Anwohnerin wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung untersucht.

Gleichzeitig wurde ein Wohnungsbrand in der Triftstraße gemeldet. Die Feuerwehr rückte mit einem weiteren Löschzug aus. Hier entdeckten die Einsatzkräfte aber lediglich angebranntes Essen auf dem Herd.

Sicherheitstipps des Landesfeuerwehrverbandes zur Advents- und Weihnachtszeit:

Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Auch nicht "nur mal kurzfristig" in das benachbarte Zimmer gehen. Achtung: Vor dem Verlassen des Raumes immer Kerzen löschen. Besondere Vorsicht gilt, wenn Kinder oder Haustiere dabei sind. Sie könnten durch Unachtsamkeit einen Brand auslösen oder sich schwer verbrennen.

Niedergebrannte Kerzen rechtzeitig auswechseln, damit sie nicht die leicht entflammbaren Materialien wie Tannennadeln oder Schleifen in Brand setzen können. Sehr empfehlenswert sind Sicherheitskerzen, denn die gehen zum Ende hin von selbst aus.

Ausreichenden Abstand zu leicht brennbaren Materialien einhalten. Echtwachskerzen dürfen beispielsweise Gardinen, Dekorationen und Polstermöbeln nicht zu nahe kommen und müssen stabil in den Haltern stehen. Die Unterlage eines Adventsgesteckes sollte nicht-brennbar und ein Tannenbaumfuß standsicher sein. Ein mit Wasser gefüllter Tannenbaumfuß bringt zusätzliches Gewicht und verzögert die Austrocknung.

Starken Luftzug im Raum vermeiden. Durch Kerzen, die Zugluft ausgesetzt sind, können leicht entflammbare Materialien schnell Feuer fangen.

Kerzen nicht auspusten, sondern einen Kerzenlöscher verwenden. Glühende Dochtteilchen können auch noch nach Stunden einen Adventskranz oder Tannenbaum in Flammen aufgehen lassen.

Elektrische Lichter sind wesentlich sicherer als "echte" Kerzen. Beim Kauf sollte immer ein Produkt mit Sicherheits-Prüfzeichen (VDE, GS) gewählt werden. Moderne LED-Kerzen kommen "echten" Kerzen optisch schon sehr nahe und sind eine sichere Alternative.

Löschmittel für den Fall der Fälle vorhalten. In der Weihnachtszeit sollte man auf einen Entstehungsbrand vorbereitet sein. Sofern kein Feuerlöscher vorhanden ist, kann ein großer Wassereimer oder eine Baumwolldecke in der Nähe der Kerzen vorgehalten werden. Den Brand aber nur dann bekämpfen, wenn es noch gefahrlos möglich ist.

Im Brandfall immer sofort die Feuerwehr über den Telefonnotruf 112 benachrichtigen. Sofern noch möglich, Fenster und Türen schließen um die Sauerstoffzufuhr zu stoppen. Türen aber nicht abschließen. Schlüssel für die Feuerwehr bereithalten. In jedem Fall sofort das Gebäude verlassen. Warnen Sie auch Ihre Nachbarn!

Rauchmelder-Ausstattung der Wohnung überprüfen. In der Wohnung angebrachte Rauchmelder bieten nicht nur in der Weihnachtszeit einen guten Schutz für die Bewohner vor giftigem Brandrauch. Durch Rauchmelder wird ein Brand frühzeitig gemeldet und eine rechtzeitige Flucht ermöglicht.

Die Feuerwehr konnte den Adventskranz löschen, bevor größerer Schaden entstand. Fotos: VG

Die Feuerwehr konnte den Adventskranz löschen, bevor größerer Schaden entstand. Fotos: VG

Autor: VG

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