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Lübeck:

4. Sinfoniekonzert: Glückssuche und Schicksalsgewalt

Archiv-Text vom 13.12.2018: Das Philharmonische Orchester der Hansestadt Lübeck präsentiert beim 4. Sinfoniekonzert "Glückssuchende und Schicksalsgewalt" am 16. und 17. Dezember in der Musik- und Kongresshalle die Werke "Tänze aus Galánta" von Zoltán Kodály, das 3. Klavierkonzert von Béla Bartók und die Sinfonie Nr. 4 von Peter Tschaikowsky.

Dirigent ist Christoph Gedschold, der in der Saison 2017/18 in Leipzig, Hamburg und Dresden dirigierte. 2018/19 folgte unter anderem sein Konzertdebüt bei der Staatskapelle Dresden, "Ariadne auf Naxos" in Frankfurt, "Rusalka" in Köln und "Die Verkaufte Braut" in Leipzig. Als Solist konnte der in Florida aufgewachsene Tzimon Barto gewonnen werden. Engagements führten Tzimon Barto zuletzt nach Mailand, Hong Kong, Malmö, Korea und Japan.

Wenn man über ungarische Musik des 20. Jahrhunderts spricht, werden oft zwei Namen im selben Atemzug genannt – Béla Bartók und Zoltan Kodály. Tief mit der Musik und den Bräuchen ihrer Heimat Ungarn verbunden, begaben sie sich ab 1905 in unzähligen Reisen zusammen auf die Suche nach Glück, Inspiration und Identität, indem sie das Volksliedgut ihres Heimatlandes erforschten und dokumentierten. Der folkloristische Charakter in den fünf ineinander übergehenden Sätzen der "Tänze aus Galánta" verdeutlicht am besten Kodálys Musiksprache, über die Bartók einmal sagte: "Seine Musik ist ein Glaubensbekenntnis an den ungarischen Geist."

Nachdem Bartók im Oktober 1940 in die USA emigrierte, entstanden nur noch wenige Werke – das 3. Klavierkonzert war sein allerletztes. Als Geburtstagsgeschenk seiner Frau gewidmet, spricht Bartóks letztes Werk melodisch, sanft und unverschlüsselt zum heutigen Hörer und ruft eine Reihe von Naturassoziationen wach.

Um schicksalhafte Wendungen im Leben dreht es sich auch in der Sinfonie Nr. 4 von Peter Tschaikowsky. Er selbst spricht vom "Fatum", wenn zu Beginn des ersten Satzes die Fanfare ertönt. Das schicksalhafte Kernmotiv zieht sich durch die gesamte Sinfonie, unermüdlich kehrt es wieder, schwirrt die ganze Zeit wie ein Damoklesschwert über unserem Haupt. Das wohl autobiografischste Stück Tschaikowskys, über das er selbst sagte, dass "darin kein Strich, der nicht meinen aufrichtigen Gefühlen entstammt!", zeigt uns viel von der Gedankenwelt des sensiblen Künstlers.

Termine:
16. Dezember, 11 Uhr
17. Dezember, 19.30 Uhr
Musik- und Kongresshalle

Karten an der Theaterkasse, Tel. 0451/399600

Christoph Gedschold dirigiert das Konzert. Foto: Patrick Vogel

Christoph Gedschold dirigiert das Konzert. Foto: Patrick Vogel

Autor: Theater Lübeck

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