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Lübeck:

PETA fordert erneut Angelverbot an der Trave

Archiv-Text vom 09.04.2019: "Alljährlich versammeln sich im Frühling Hunderte Angler an der Trave in Lübeck und fischen laichende Elterntiere ab - obwohl die Heringspopulation in weiten Teilen der Ostsee bereits in Gefahr ist", kritisiert die Tierrechtsorganisation PETA. Sie nennt es ein "trauriges Event mit Volksfestcharakter".

PETA appelliert in einer Pressemitteilung an alle Beteiligten, "Mitgefühl zu zeigen und sich eine Freizeitbeschäftigung zu suchen, für die keine Lebewesen leiden und sterben müssen." Die Tierschutzorganisation demonstrierte Ende März bereits im Großraum Lübeck für die Abschaffung jeglicher Fischerei und Aquakultur. Vergangenes Jahr hat PETA zudem den Bürgermeister Jan Lindenau (SPD) darum gebeten, für die Gewässer in der Lübecker Innenstadt ein Angelverbot zu erlassen (wir berichteten).

"Die ganze Welt spricht von Überfischung, PETA spricht vom Fisch", so Dr. Tanja Breining, Fachreferentin für Fische und Meerestiere bei PETA. "Wenn Heringe in die Trave schwimmen, um dort ihre Eier abzulegen, sollten sie geschützt und nicht grausam gejagt und getötet werden."

Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) empfiehlt ein komplettes Fangverbot für Heringe vor der westlichen Ostseeküste im Jahr 2019, berichtet PETA. Zudem sei laut Medienberichten dieses Jahr auch erstmals das Warnemünder Heringsfest ausgefallen, weil die Population deutlich abgenommen habe.

Bereits im vergangenen Jahr forderten die Tierrechtler ein Angelverbot in der Trave. Foto: RB/Archiv

Bereits im vergangenen Jahr forderten die Tierrechtler ein Angelverbot in der Trave. Foto: RB/Archiv

Autor: PETA/red.

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