HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck 

Kleiner Unfall, viele Anzeigen

Am Montagabend, 8. April, kam es in der Brandenbaumer Landstraße zu einer folgenreichen Berührung zwischen zwei Fahrzeugen im Begegnungsverkehr. Für einen Beteiligten hat der kleine Unfall viele Folgen. Unter anderem wurde seine Wohnung durchsucht.

Ein 37-jähriger Mann aus der Gemeinde Lüdersdorf fuhr mit seinem Opel Astra stadteinwärts, als ihm eine schwarze Mercedes C-Klasse entgegen kam und auf seine Fahrspur geriet. Trotz eines Ausweichmanövers kam es zu einer seitlichen Berührung zwischen den Fahrzeugen. Als der Fahrer der in Lübeck zugelassenen C-Klasse ohne anzuhalten weiter fuhr, nahm der 37-Jährige die Verfolgung auf. Beide Fahrzeuge kamen in der Straße Pensebusch zum Stehen. Dort bemerkte der Zeuge, dass sein Gegenüber alkoholisiert war und alarmierte die Polizei.

Den eingesetzten Beamten des 3. Polizeireviers Lübeck gegenüber bestritt der 57-jährige Lübecker, Fahrzeugführer gewesen zu sein. Vielmehr gab seine 78-jährige Begleiterin an, das Fahrzeug geführt zu haben.

Da aber aufgrund der Zeugenaussage ein dringender Tatverdacht gegen den Lübecker bestand, wurde ihm ein freiwilliger Atemalkoholtest angeboten. Dieser ergab einen vorläufigen Wert von 2,67 Promille. Es wurde eine Blutprobenentnahme angeordnet und beim 3. Polizeirevier Lübeck durchgeführt. Dort berichtete der Tatverdächtige den Beamten, dass er zuhause eine doppelläufige Schrotflinte habe, jedoch keinen Waffenschein besitze.

Auf Anordnung der Lübecker Staatsanwaltschaft wurde wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, noch in der Nacht die Wohnung des Tatverdächtigen durchsucht. Eine Schusswaffe wurde nicht gefunden, aber vier Faustmesser, bei denen es sich ebenfalls um verbotene Waffen handelt.

Gegen den Tatverdächtigen wird nun wegen des Verdachtes verschiedener Straftaten ermittelt, u.a. wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz, Gefährdung des Straßenverkehrs infolge von Trunkenheit und Fahrens ohne Fahrerlaubnis. Nur eine Strafanzeige wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort bleibt ihm erspart, da offenbar bei der seitlichen Berührung kein Schaden entstanden war.

Symbolbild

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Autor: PD Lübeck/red.

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