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Lübeck:

690 Tore bei TSV Eintracht Groß Grönau

Dem Deutschen Kinderfußball steht eine Kulturrevolution bevor: Ein Kinderfußballspiel könnte langfristig als 3 gegen 3 auf vier kleine ein-Meter-Tore gespielt werden ohne Torwart - und nicht mehr wie bisher auf zwei große fünf-Meter-Tore. Die Jugendabteilung von Groß Grönau setzt die DFB-Gedankenspiele schon jetzt um.



Dieses sogenannte Funino-Spiel haben die Turnierorganisatoren von TSV Eintracht Groß Grönau mit einer speziellen Modifikation (FairNino) abgeändert. Mit 20 Mannschaften aus Hamburg, dem Kreis Herzogtum Lauenburg, Kreis Stormarn, Kreis Segeberg, Kreis Ostholstein und Lübeck fand am Vatertag eines der größten FairNino-Turniere im Norden statt. "Tore sind das aus A und O beim Fußball für groß und für klein – und für die ganz kleinen unter 10-Jährigen sind die kleinen ein-Meter-Tore genau richtig", sagt Organisator Dr. Claus Blumberg. Gespielt wurde auf ein 25 Meter langes und 20 Meter breites Feld. 500 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen insgesamt fast 700 Tore. "Das zeigt, dass die Kritiker, die meinen, beim Funino würden keine Tore fallen, schief liegen", so Blumberg weiter.

Mit ihrem dritten Turnier dieser Art gehen die Grönauer schon lange einen Weg auf den sich jetzt auch der DFB im Jugendfußball machen will. Doch der Widerstand vieler Trainer im Lübecker Raum dagegen sei groß. Die DFB-Landesverbände schweigen zu dem Thema: Aus Schleswig-Holstein und Hamburg heißt es, bis zur Entscheidung des DFB-Präsidiums: Kein Kommentar. Nur Walter Fricke Vorsitzender des Norddeutschen Jugendausschusses traut sich offen über das Thema zu reden: "Der Niedersächsische Fußball-Verband steht der neuen Spielform ‚Kinderfußball mit kleinen ein-Meter-Toren‘ aufgeschlossen gegenüber, doch niemand wolle die Kreisverbände und Vereine zu der neuen kindgerechten Spielform zwingen."

Der Chef der Jugendabteilung von TSV Eintracht Groß Grönau Dieter Weiskircher ist überwältigt von dem Erfolg der FairNino Turniere und findet es gut, wenn Funino oder FairNino als zusätzliche Möglichkeit angeboten wird, und das Spiel auf zwei große Tore wie gehabt mit Torwart trotzdem bleiben kann: "Mehr Ballaktionen für jedes Kind, mehr Tore - Funino hat klare Vorteile, aber wir müssen alle mitnehmen." Es ginge nicht im Hauruck-Verfahren, so Weiskircher. Die Grönauer haben auch deshalb gerade erst wieder in vier neue Minimetalltore investiert. Die neue Spielform für Bambini-Fußball wird voraussichtlich nicht verpflichtend für alle Vereine eingeführt, nach Angaben von Wolfgang Fricke sieht der Vorschlag des DFB-Jugendausschusses vor, in zehn Landesverbänden Funino ergänzend anzubieten – das DFB-Präsidium entscheidet darüber am 21. Juni.

In Groß Grönau wurde am Donnerstag eines der größten FairNino-Turniere gespielt. Fotos: Andreas Bewersdorf

In Groß Grönau wurde am Donnerstag eines der größten FairNino-Turniere gespielt. Fotos: Andreas Bewersdorf

Autor: T. Philipps

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