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Lübeck:

Grüne fordern anderes Verkehrskonzept für Travemünde

Das neue Verkehrskonzept für Travemünde wird von den Grünen kritisiert. Statt neuer Parkpaletten fordern sie Shuttle-Busse vom Ortsrand, besseren Busverkehr sowie eine Stärkung des Rad- und Fußgängerverkehrs.

Travemünde wächst, die Bettenzahl im Seebad steigt durch Neubauten stark an. Das von der Verwaltung nun vorgelegte "Mobilitätskonzept Travemünde" soll die Zunahme des Verkehrs regeln. Seine grundsätzlich sehr einseitige Ausrichtung am Autoverkehr stößt jedoch auf Ablehnung bei den Grünen. Auch im Wirtschaftsausschuss wurde es bereits mehrheitlich abgelehnt - bei nur einer Gegenstimme.

Die Grüne Bürgerschaftsfraktion hat daher einen detaillierten Änderungsantrag vorgelegt, über den die Bürgerschaft am 20. Juni gemeinsam mit dem Mobilitätskonzept entscheiden wird.

Dazu erklärt Arne-Matz Ramcke, verkehrspolitischer Sprecher der Bürgerschaftsfraktion von Bündnis 90 / Die Grünen: "Das von der Verwaltung vorgelegte Konzept entspricht einer Verkehrsplanung der 60er und 70er Jahre, bei der die Planung an den Bedürfnissen des Autoverkehrs ausgerichtet wurde. Wir fordern hier einen grundlegend anderen Ansatz, der sich konsequent an der Verbesserung der Aufenthaltsqualität und dem Ziel der ökologischen Verkehrswende orientiert. Wir vermissen unter anderem eine adäquate Berücksichtigung des Radverkehrs, einen aufgewerteten ÖPNV und das Einbeziehen moderner Mobilitätsformen. Besonders enttäuschend ist aus unserer Sicht, dass im Rahmenplan Innenstadt so eine moderne Verkehrspolitik bereits Leitfaden der Planung ist. Warum diese Ausrichtung jetzt nicht auch in Travemünde angewendet wurde, ist uns schleierhaft."

Grudrun Schröder und Dr. Michael Wiemann von der Grünen Ortsgruppe in Travemünde ergänzen: "Travemünde erstickt bereits jetzt am Autoverkehr, insbesondere in der Hauptsaison. Wir halten es für einen völlig falschen Weg, das Verkehrsaufkommen noch weiter zu steigern, zum Beispiel durch eine zweite Haupterschließung und neue Parkpaletten. Stattdessen fordern wir Außenparkplätze, die durch moderne Anschlussmobilität wie Shuttle-Service, Fahrradverleih oder E-Roller angebunden werden. Außerdem ist ein umfassender Ausbau der Infrastruktur für Fußgänger und Fahrradfahrende sowie des ÖPNVs notwendig. Wir legen dafür entsprechende Vorschläge vor."

Arne-Matz Ramcke, baupolitischer Sprecher der Grünen Fraktion, spricht von einer Verkehrspolitik der 60er und 70er Jahre.

Arne-Matz Ramcke, baupolitischer Sprecher der Grünen Fraktion, spricht von einer Verkehrspolitik der 60er und 70er Jahre.

Autor: Grüne/red.

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