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Lübeck:

Hanse-Belt: Butter bei die Fische!

"Butter bei die Fische – so arbeiten wir heute im HanseBelt!" Mit diesem Thema beschäftigten sich die Mitglieder der HanseBelt-Initiative auf der HanseBelt-Arbeitskonferenz. Bereits das fünfte Mal in Folge trafen sich Unternehmerinnen und Unternehmer zu diesem arbeitsintensiven Workshop-Format, um sich gemeinsam für eine zum Leben und Arbeiten attraktive Region stark zu machen.

Zum ersten Mal war es eine gemeinsame Konferenz mit dem Regionalmanagement im HanseBelt. Dr. Henning Görtz, Landrat des Kreises Stormarn, begrüßte die Teilnehmer mit den Worten: "Es ist wichtig, dass wir unsere Kräfte bündeln. Wir haben innovative und leistungsstarke Unternehmen im HanseBelt, und gemeinsam sind wir einfach stärker."

Bevor es in die Workshops ging, konnten die Teilnehmer sich von Mandy Witt, Leiterin Agile Transformation bei der MACH AG mit einem Impulsvortrag zum Thema: "Wie steigende Komplexität die Unternehmenskultur beeinflusst" inspirieren lassen. Witts Fazit: Die Unternehmen müssen die Mitarbeiter bei Veränderungen mitnehmen. Wandel funktioniert nicht, wenn die Mitarbeiter nicht mitziehen oder sich unwohl fühlen. Es müsse genügend Platz für eine gesunde Fehlerkultur geben, und es gilt Prozesse zunächst im Kleinen zu testen, bevor sie im gesamten Unternehmen Anwendung finden.

In einem der Workshops setzte sich Vanessa Krabiell von den Schwartauer Werken gemeinsam mit ihrem Kollegen Maarten Rathje mit der Fragestellung auseinander, wie ein Unternehmen die Gegensätze zwischen Produktion und Verwaltung überwinden und den Vorurteilen zwischen den Abteilungen begegnen kann. Bei der Bockholdt KG schlüpfen zum Beispiel die kaufmännischen Angestellten einmal im Jahr statt in Schlips und Kragen in Handschuhe und Blaumann und packen beim Kerngeschäft, dem Reinigen, mit an. Dies sei unter anderem eine Wertschätzung für die Arbeit der Kollegen und einer von vielen Schritten zur Verbesserung der Kommunikation untereinander.

Um die Methode "Working Out Loud" ging es im Workshop von Silvana Rössing von den Stadtwerken Lübeck. "Working Out Loud" beruht auf den fünf Elementen Beziehungen, Großzügigkeit, Sichtbarkeit, Zielorientierung und Einstellung. Im Wesentlichen geht es darum, ein Ziel zu erreichen, eine Fähigkeit zu entwickeln oder ein neues Thema zu erkunden. Über die Dauer von zwölf Wochen lernen die Teilnehmer an dem Methoden-Seminar, sich zielorientiert mit anderen Menschen zu vernetzen. Rössing berichtete darüber, dass die Stadtwerke Erfolg mit "Working Out Loud" hätten. Im HanseBelt-Workshop probierten die Teilnehmer das Erlernte sofort aus. Zudem gründeten sie vier Gruppen, die sich regelmäßig treffen und zu unterschiedlichen Themen austauschen werden.

Ein ganz besonderes Thema brachte Ulrich Bähr von der Heinrich-Böll-Stiftung auf die Tagesordnung: "CoWorkLand – Chancen durch Coworking im ländlichen Raum". Beim diesem Projekt kommen ausgebaute Frachtcontainer mit acht Arbeitsplätzen als Coworking Space auf dem Land zum Einsatz. Der Sinn ist es zu testen, ob in den ländlichen Regionen Schleswig-Holsteins Bedarf an Coworking Spaces besteht.

Im vierten Workshop stellte Thomas Glöckner von der Drägerwerk AG & Co. KGaA die "Kickbox" vor und wie sie zu einer innovationsfreundlichen Unternehmenskultur im Unternehmen beitragen kann. Die "Kickbox" dient einem Unternehmen dazu, Innovatoren in den Reihen der eigenen Mitarbeiter zu identifizieren. Jeder Mitarbeiter hat die Gelegenheit eine "Kickbox" anzufordern. In dieser befinden sich Tools, mit denen der Mitarbeiter seine Idee zur Anwendung bringen kann. Nach mehreren Runden dürfen am Ende wenige ausgewählte Teilnehmer ihre Ideen dem Vorstand präsentieren. Nach einem Voting fällt die Entscheidung, welche Projekte das Unternehmen finanziell weiter unterstützt wird. Der Investor ist hier also die eigene Firma. Aktuell stehen zwei von den Mitarbeitern entwickelte Produkte kurz vor der Markteinführung.

Nach den zweistündigen Workshops kamen alle Teilnehmer noch einmal für eine kurze Ergebnispräsentation zusammen. "Unser Fazit lautet: Der HanseBelt ist innovativ und leistungsstark. Die Unternehmen sind gut aufgestellt und entwickeln mit verschiedenen Prozessen ihren ganz eigenen Weg zu einer modernen Unternehmenskultur. Bei allen Projekten stellen sie die Mitarbeiter ganz klar in den Mittelpunkt", sagte Jeanette Rouvel, Mitglied des HanseBelt-Vorstands.

Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz freute sich über ein T-Shirt mit der Aufschrift: „HanseBelt Botschafter“, das Julia Beckmann von der HanseBelt-Geschäftsstelle ihm überreichte. Foto: IHK/Özren

Stormarns Landrat Dr. Henning Görtz freute sich über ein T-Shirt mit der Aufschrift: „HanseBelt Botschafter“, das Julia Beckmann von der HanseBelt-Geschäftsstelle ihm überreichte. Foto: IHK/Özren

Autor: IHK

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