HL-live.de - Nachrichten aus Lübeck



Lübeck:

Grüne fordern: Lübeck-Deckel für Krippen- und Kitabeiträge

Die Grüne Bürgerschaftsfraktion hat einen "Lübeck-Deckel" für die Krippen- und Kitabeiträge gefordert. Damit sollen die Elternbeiträge für einen Ganztagsplatz in der Kita von heute 213 Euro auf 160 Euro sinken. Die Kosten für einen Krippenplatz sollen ebenfalls von heute 277 Euro auf 220 Euro gesenkt werden.

Die Fraktionsvorsitzende Michelle Akyurt weist Kritik am falschen Zeitpunkt des Vorstoßes zurück: "Eltern, Kitas und die Kinder brauchen bei der Kinderbetreuung vor allem Verlässlichkeit. Auch wenn letzte Einzelheiten der Kita-Reform des Landes noch geklärt werden müssen, stehen doch viele Details bereits so gut wie fest. Über 20 Millionen an frischem Landesgeld soll nach Lübeck fließen. Eine Sozialstaffel für die Kitabeiträge wird kommen. Allerdings wird das Krippengeld künftig entfallen. Gerade der letzte Punkt führt bei einigen Eltern schon jetzt zu Kopfzerbrechen, denn Familien mit jungen Kindern müssen oft spitz rechnen, wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Deshalb ist es aus unserer Sicht dringend notwendig, ihnen frühzeitig Klarheit zu geben, wie sich die Beiträge entwickeln.

Wir wollen, dass die neuen Landesmittel genutzt werden, alle Eltern bei den Kitabeiträgen zu entlasten und mindestens das künftig wegfallende Krippengeld zu ersetzen. Die Landesregierung empfiehlt in ihren Stellungnahmen sogar, die erhöhten Zuschüsse für diesen Zweck einzusetzen. Wenn der Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses Jörn Puhle (SPD) bei dieser Sachlage die Forderung nach einer Gebührensenkung in der Bürgerschaft als Populismus abtut, kann ich das nicht verstehen. Die Millionen aus Kiel müssen bei den Eltern ankommen und dürfen nicht im Haushalt versickern."

Simone Stojan, jugendpolitische Sprecherin der Grünen ergänzt: "Die von uns vorgeschlagene Gebührensenkung soll nicht dazu führen, dass die Kitas am Ende mit weniger Mitteln dastehen. Personal, Leitung und Kinder in den Kitas brauchen Sicherheit in der Planung - genau wie Eltern auch. Standards, die heute in Lübeck teilweise schon höher liegen als anderswo in Schleswig-Holstein, können und müssen mindestens erhalten und finanziert bleiben. Trotz des von uns vorgeschlagenen Gebührendeckels werden noch etwa 15 Millionen Euro für Maßnahmen der Qualitätsverbesserung in den Kitas zur Verfügung stehen. Wir gehen davon aus, dass letztendlich alle Fraktionen diesbezüglich an einem Strang ziehen."

Michelle Akyurt weist Kritik am falschen Zeitpunkt zurück.

Michelle Akyurt weist Kritik am falschen Zeitpunkt zurück.

Autor: Grüne Lübeck/Red.

Text teilen: auf facebook +++ über WhatsApp +++ per eMail




<< Zur Übersichtsseite.
Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.