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Ärger mit Probe-Abos: Verbraucherzentrale berät Betroffene

Dating-Portale, Streaming-Dienste, Fitnessstudios und viele andere Anbieter werben mit preisgünstigen oder kostenlosen Probe-Abos um neue Kunden. Bei der Kündigung gibt es aber häufig Probleme. Die Verbraucherzentrale setzt sich deshalb dafür ein, dass solche Test-Angebote künftig ohne Kündigung automatisch enden. In der Fleischhauerstraße 45, werden Verbraucher mit Informationen, Musterbriefen und persönlicher Beratung unterstützt.

Ein Vertrag ist schnell geschlossen: Ein paarmal Tippen auf dem Smartphone genügt, um Mitglied im Fitnessstudio zu werden oder einen Streaming-Dienst zu abonnieren. Deutlich schwieriger ist es, aus einem Vertrag wieder heraus zu kommen. Wer die Laufzeit nicht genau im Blick hat oder die Kündigungsfrist verpasst, muss meist für ein ganzes Jahr zahlen. Viele Anbieter verstecken ihre Kündigungsadressen zudem in schwer auffindbaren Unterseiten ihrer Internetportale.

Probe-Abos führen häufig in die Kostenfalle, weil sie sich automatisch verlängern. Beispiel Online-Dating: Hier werben Anbieter mit kostenlosen oder vergünstigten Probemitgliedschaften, die nach Ablauf zu einer Mitglied-schaft für sechs oder sogar zwölf Monate zu einem viel höheren Preis umgewandelt werden. Ähnlich ist das Prinzip bei der Probe Bahncard der Deutschen Bahn. Wer nicht rechtzeitig sechs Wochen vor Ende der Lauf-zeit kündigt und sicherstellt, dass die Kündigung ankommt, hat automatisch ein Jahresabonnement abgeschlossen.

"Vielen Verbrauchern ist nicht klar, dass sich die günstigen Probe-Abos nach Ablauf der Testzeit automatisch verlängern und dann teurer werden“, so Boris Wita. Die Lösung wäre aus Sicht der Verbraucherzentrale ein Verbot von Test-Abos, die sich automatisch verlängern. Damit dürften Anbieter das Testangebot nur dann in ein Jahres-Abo umwandeln, wenn der Kunde oder die Kundin nachweislich zu-gestimmt hat. "Dieses Verbot muss im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) als Zusatz zum Paragrafen 314 verankert werden. Dort ist die Kündigung von Dauerschuldverhältnissen wie Abos geregelt", erläutert der Jurist.

Nach Ansicht der Verbraucherzentrale brächte ein Verbot automatisch verlängerter Probe-Abos viele Vorteile:

- Transparenz und Kostenkontrolle für Verbraucher
- Verlässliche Vertragsverhältnisse für beide Seiten
- finanzielle Erleichterung für überschuldete Bürger
- gegen Verstöße könnte direkt und wirksam vorgegangen werden
- Sicherung des fairen Wettbewerbs

Betroffene finden Hilfe in der Fleischhauerstraße 45.

Betroffene finden Hilfe in der Fleischhauerstraße 45.

Autor: Verbraucherzentrale SH

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