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Lübeck:

Erwartete Sommerpause: Arbeitslosigkeit steigt leicht

In der Hansestadt Lübeck waren Ende Juli 2019 8.584 Arbeitslose gemeldet, 323 (3,9 Prozent) mehr als vor einem Monat und 269 (3,0 Prozent) weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg damit um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat an, ging aber um 0,3 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 7,4 Prozent zurück. Damit habe der Ferienmonat Juli die erwartete Sommerpause auf dem Arbeitsmarkt gebracht, so die Agentur für Arbeit in Lübeck.

Unter den kreisfreien Städten verzeichnet die Hansestadt die niedrigste Quote. 2.514 Arbeitslose und damit 215 (9,4 Prozent) mehr als im Vormonat und 176 (7,5 Prozent) mehr als im Vorjahr waren dem Rechtskreis des SGB III (Betreuung durch die Arbeitsagentur) zuzuordnen. Beim Jobcenter Lübeck (Rechtskreis SGB II) waren Ende Juli 2019 6.070 Arbeitnehmer arbeitslos gemeldet, 108 (1,8 Prozent) mehr als im Juni 2019 und 445 (6,8 Prozent) weniger als im Juli 2018.

"Der Ferienmonat Juli brachte die erwartete Sommerpause auf dem Arbeitsmarkt. Einerseits steigt die Zahl der Arbeitslosen durch quartalsbedingte Kündigungen an, andererseits werden in vielen Branchen Einstellungen bis nach den Sommerferien aufgeschoben. Außerdem melden sich Jüngere nach Abschluss der Schul- oder Berufsausbildung vorübergehend arbeitslos. Erfahrungsgemäß beginnen sie in den nächsten drei Monaten mit einer Beschäftigung oder einem Studium, so dass ich zum Herbst wieder mit einem Rückgang rechne", erklärt Kathleen Wieczorek, Geschäftsführerin Operativ in der Agentur für Arbeit Lübeck.

"Bei der Ausbildungsplatzsuche gibt es noch sehr gute Chancen. Wer sich jetzt erst entschlossen hat, eine Ausbildung zu machen oder noch keinen passenden Ausbildungsbetrieb gefunden hat, sollte gleich in der Arbeitsagentur vorbeischauen. Auch nach dem Ausbildungsstart im August und sogar im September lohnt sich die Bewerbung noch", empfiehlt sie.

Insgesamt waren in Lübeck und Ostholstein 13.456 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 583 (4,5 Prozent) mehr als im Vormonat und 194 (1,4 Prozent) weniger als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen stieg um 0,3 Prozentpunkte zum Vormonat an und ging um 0,1 Prozentpunkte zum Vorjahr auf 6,1 Prozent zurück. Im Juli 2019 wurden 974 Stellen neu zur Besetzung angeboten, 49 oder 4,8 Prozent weniger als im Vormonat und 125 (11,4 Prozent) weniger als im Vorjahr.

Im Rechtskreis SGB II (Betreuung durch das Jobcenter) gab es 9.134 Arbeitslose. Das ist ein Plus von 115 (1,3 Prozent) gegenüber Juni 2019. Im Vergleich zum Juli 2018 ging die Arbeitslosigkeit um 471 (4,9 Prozent) zurück. Die anteilige SGB II‑Arbeitslosenquote betrug 4,1 Prozent.

Neben dem gesetzlich definierten Kreis der Arbeitslosen gibt es weitere Menschen, die ohne Beschäftigung sind. Sie werden unter dem Begriff der Unterbeschäftigung erfasst und monatlich veröffentlicht, um den Arbeitsmarkt transparent zu machen. Insgesamt 19.082 Personen befanden sich im Juli 2019 in Unterbeschäftigung. Die Zahl der Unterbeschäftigten ist in den letzten zwölf Monaten um 177 Personen oder 0,9 Prozent gesunken

Kathleen Wieczorek sieht für  Ausbildungsplatzsuchende noch gute Chancen. Foto: Agentur für Arbeit

Kathleen Wieczorek sieht für Ausbildungsplatzsuchende noch gute Chancen. Foto: Agentur für Arbeit

Autor: Agentur für Arbeit/Red.

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