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VfB Lübeck: Tumulte beim zähen Auswärtssieg gegen Altona

Der VfB Lübeck hat sich auch im zweiten Regionalligaspiel schadlos gehalten. Beim Aufsteiger Altona 93 siegten die Grün-Weißen nach 90 hart umkämpften Minuten mit 2:1 (0:0). Nach dem Abpfiff soll es zur Rudelbildung und vermeintlich auch zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Die Lübecker liegen nach dem zähen Sieg auf Platz zwei der Regionalliga Nord hinter dem VfL Wolfsburg II (U23).

Auf eine torlose erste Hälfte folgte die VfB-Führung durch Patrick Hobsch (56.), die allerdings nur vier Minuten Bestand hatte, weil Marco Schultz dann einen von Dongsu Kim verursachten Handelfmeter sicher verwandelte (60.). Eine Minute vor dem regulären Ende erlöste ausgerechnet Kim per Kopf die mitgereisten Fans mit dem umjubelten Treffer zum 2:1-Endstand (89.).

Der Aufsteiger verkaufte sich zum Auftakt in Norderstedt teuer, verlor aber dennoch am Ende deutlich mit 2:5. Der VfB hatte zwar kleinere Startschwierigkeiten, löste die Aufgabe gegen Jeddeloh am Ende aber dennoch souverän mit 3:1. Die Favoritenrolle war nicht nur aufgrund des ersten Spieltages also klar verteilt.

Ein nicht immer hochklassiges, aber dennoch ein intensives Spiel mit Möglichkeiten auf beiden Seiten bekamen die über 2000 Zuschauer in der altehrwürdigen Adolf-Jäger-Kampfbahn zu sehen. Den besseren Auftakt erwischte Altona, die von einem Bock in Malones Aufbauspiel zunächst profitierten, aber kein Kapital daraus schlagen konnten – Gommert reagierte gut (4.). Doch auch der VfB fand zunehmend besser den Weg vor des Gegners Tor. Hobsch, der bereits durchgebrochen war, konnte von seinem Gegenspieler allerdings noch fair abgegrätscht werden (20.). Deichmanns Schüsse aus der Distanz versprühten gleich dreifache Gefahr (25./36./39.), ein Hoins-Kopfball nach Deichmann-Flanke riss die VfB-Fans ebenso aus den Sitzen.

Auf der anderen Seite allerdings hätte ein Altonaer Fernschuss (25.) und eine Sejdiia-Gelegenheit (33.) auch den Aufsteiger in Führung gehen lassen können. So allerdings fielen die Tore erst im zweiten Durchgang. Zunächst hatte erneut Deichmann die Führung auf dem Fuß, als er aus leicht abseitsverdächtiger Position frei vor Grubba auftauchte, dieser sich jedoch nicht überwinden ließ (50.). Sechs Minuten später gelang dies dann Patrick Hobsch. Zunächst überwand er geschickt seinen Gegenspieler, dann legte er den Ball auch noch mit Übersicht an Grubba vorbei zum 1:0 ins Netz (56.).

Die Freude darüber hielt jedoch nur kurz, weil Dongsu Kim im eigenen Strafraum etwas ungeschickt mit der Hand zum Ball ging und Marco Schultz den fälligen Elfmeter, den es vielleicht auch schon vor der Pause für Altona hätte geben können, sicher verwandelte (60.). Der VfB brauchte ein wenig, bis er den Rückschlag aus den Kleidern geschüttelt hatte, dann aber war ausgerechnet Kim zur Stelle und köpfte nach Arslan-Ecke und Weißmann-Vorarbeit zum 2:1-Endstand ein. Danach ergaben sich für den VfB sogar noch Kontergelegenheiten zum 3:1 – doch dies wäre auch angesichts einer couragierten Leistung der Gastgeber des Guten etwas zu viel gewesen.

Nach Spielende kochten die Emotionen aber über und es kam zu unschönen Szenen. Beide Trainer hatten während 90 Minuten hitzig miteinander diskutiert. Altonas Trainer Berkan Algan soll dabei den VfB-Coach Rolf Landerl verbal provoziert haben. Diesem wiederum wurde vorgeworfen, den Manager von Altona geschubst zu haben. Nur das Eingreifen des Schiedsrichter-Teams und von Spielern beider Mannschaften konnte eine Eskalation nach Abpfiff verhindern.

Am kommenden Samstag wollen die Grün-Weißen die erste Englische Woche nun erfolgreich zu Ende bringen. Auf der Lohmühle erwarten die Burschen um Rolf Landerl den Lüneburger SK. Anstoß ist um 14 Uhr.

Der VfB konnte einen Auswärtssieg in Altona feiern. Archivbild: VfB

Der VfB konnte einen Auswärtssieg in Altona feiern. Archivbild: VfB

Autor: VfB lübeck/Red.

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