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Lübeck:

Über 2000 Teilnehmer beim CSD

Trotz des grauen Wetters war die Innenstadt am Samstag ausgesprochen bunt. Über 2000 Teilnehmer zogen beim CSD durch Lübeck. Das waren deutlich mehr als in den Vorjahren. Die Bewegung feiert ihr 50-jähriges Bestehen.



Vor 50 Jahren kam in der New Yorker Christopher Street zu Ausschreitungen. Damals ging es gegen Gewalt und Ausgrenzung von Homosexuellen. Inzwischen ist die CSD-Bewegung deutlich gewachsen und umfasst alle sexuellen Orientierungen.


Auch wenn schon viele Forderungen durchgesetzt wurden, bleibt die Veranstaltung politisch. So riefen die Organisatoren dazu auf, die "Homoheilung" zu verbieten, intersexuelle Kinder vor nicht notwendigen Operationen zu schützen und geflüchteten LSBTIQ*-Menschen eine sichere Heimat zu geben.

Und die Bewegung ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Auf dem Lübecker Markt präsentierten sich zahlreiche Parteien, aber auch Polizeibeamte der "Zentralen Ansprechstelle LSBTIQ*". Die hatten zwar nicht, wie einige Medien berichteten, ihr Auto in Regenbogenfarben lackiert, aber bunt beklebt.



Familienminister Heiner Garg berichtete, dass Schleswig-Holstein einer bestehenden Bundesratsinitiative beitreten wird, um sexuelle und geschlechtlichen Identität unter den besonderen Schutz des Grundgesetzes stellen. "Auch heute noch erfahren Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihrer geschlechtlichen Identität Anfeindungen, gewaltsame Übergriffe oder sind Benachteiligungen ausgesetzt", so der Minister.

Die Polizei zählte über 2000 Teilnehmer beim CSD. Fotos: JW

Die Polizei zählte über 2000 Teilnehmer beim CSD. Fotos: JW

Autor: VG

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