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Lübeck:

Foodsharing wird Thema am Runden Tisch

Der Sozialausschuss hat am 3. September einstimmig beschlossen, einen Runden Tisch zu initiieren, in dem Mitgliedern der Initiative Foodsharing e.V., dem Lebensmitteleinzelhandel, Gastronomiebetreibenden, Lübecker Tafel e.V., Marktstandbetreiber, den Fraktionen und weiteren relevanten Personen die Gelegenheit zur Mitarbeit gegeben werden soll.

Ziel des Runden Tisches soll sein, den Gedanken des Foodsharings in Lübeck weiter zu verbreiten und zu unterstützen und darauf hinzuwirken, dass möglichst keine, noch genießbaren Lebensmittel im Abfall landen, nur weil diese Makel aufweisen oder deren Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Stattdessen soll darauf hingewirkt werden, dass solche Lebensmittel kostenlos zur Abholung oder zur Mitnahme zur Verfügung gestellt werden.

Damit soll möglichst das sogenannte "Containern" überflüssig gemacht werden, die unwürdige Suche nach verwertbaren Lebensmitteln in Abfallcontainern, so der Antrag.

Gregor Voht (Freie Wähler) freut sich über die breite Unterstützung aller Fraktionen des Antrags, der auf Initiative der GAL und Freien Wähler eingebracht wurde: "Wir hoffen der politische Rückenwind bringt das Thema noch mehr ins Bewusstsein der Lübeckerinnen und Lübecker. Die Ehrenamtlichen des Foodsharing-Netzwerks leisten eine großartige Arbeit bei der Bekämpfung der Lebensmittelverschwendung und unterstützen unbürokratisch bedürftige Menschen."

Katja Mentz (GAL): "Gut, dass auch in Lübeck immer mehr Menschen für nachhaltigen Konsum sowie faire Produktions- und Handelsbedingungen eintreten. Die Verschwendung von Lebensmitteln wird durch die Initiative des Vereins Foodsharing Lübeck e.V. zumindest gebremst. Bereits in der Vergangenheit haben wir gute Ergebnisse mit runden Tischen erzielt, wenn Verwaltung, Politik und engagiertes Ehrenamt zusammenarbeiten."

Aus der Begründung des Antrags:

(")Foodsaver sind eine Gruppe von Menschen, die sich ehrenamtlich dafür engagieren, dass weniger Lebensmittel in den Müll wandern. "Weltweit landet nämlich jedes dritte produzierte Lebensmittel in der Tonne. In jedem einzelnen stecken aber Arbeitszeit, Ressourcen, zum Teil lange Transportwege und Geld. Foodsharing bietet eine Möglichkeit, all das wieder wertzuschätzen, indem Essen eine zweite Chance gegeben wird."

Der Verein Foodsharing Lübeck e.V. kümmert sich um Lebensmittel, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr verkauft werden können, aber noch genießbar sind. In dem Verein sind rund 400 Foodsaver aktiv, darunter Studierende, Rentner, Schüler und Alleinerziehende.

Die Mitglieder des Vereins haben mittlerweile mit 29 unterschiedlichen Läden in ganz Lübeck Kontakt und holen ca. 80 Mal pro Woche Lebensmittel ab, um sie kostenlos weiterzuverteilen. Bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit kooperieren die Mitglieder mit der Lübecker Tafel e.V. und stellen keine Konkurrenz sondern eine Ergänzung dar. In den mittlerweile seit fünf Jahren bestehenden Aktivitäten der Lübecker Foodsaver konnten nach eigener Schätzung 40 Tonnen Lebensmittel "gerettet" werden. Das Potenzial der auf diese Weise noch zu verwertenden Lebensmittel, z.B. durch öffentliche Regale zum Austausch von Lebensmitteln, ist laut Schätzung mindestens doppelt so hoch. Um weitere Märkte und mehr Menschen zum Mitmachen zu gewinnen und die Idee grundsätzlich auch als Hansestadt Lübeck zu unterstützen, soll der Runde Tisch tagen.(")

Gregor Voht von den Freien Wählern möchte mit dem Antrag das Thema ins Bewusstsein der Lübecker bringen.

Gregor Voht von den Freien Wählern möchte mit dem Antrag das Thema ins Bewusstsein der Lübecker bringen.

Autor: FWuGAL

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