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Lübeck:

Facelifting für den Kleinen Saal der MuK

Nicht nur das 25-jährige Bestehen der Musik- und Kongresshalle Lübeck wurde am Mittwoch gefeiert. Ein roter Teppich war am Nachmittag für Beteiligte und Gäste ausgerollt. Der Grund: Schlüsselübergabe für einen "Kleinen Saal". Der Probenraum des Philharmonischen Orchesters erhielt ein neues Kleid und eine verbesserte Technik. Er kann künftig auch anderen Nutzern angeboten werden.


Bürgermeister Jan Lindenau übergab den symbolischen Schlüssel an Ilona Jarabek, Geschäftsführerin der MuK.

"Er ist schön geworden, wirklich schön geworden", sagte Bausenatorin Joanna Hagen, bevor sie sich in bautechnische Einzelheiten vertiefte. Vom Orchester habe es immer wieder Beschwerden gegeben. Der Raum sei zu klein, zu warm, zu feucht. Die Grundfläche habe man nicht vergrößern können, sagte die Bausenatorin. Aber die Decke ist nun nicht mehr abgehängt, sondern luftig durchbrochen, so dass oben auf etwa 1,70 Meter Höhe mehr Volumen entstand, immerhin 300 Kubikmeter.

Brandmeldetechnik und Sicherheitsbeleuchtung seien erneuert. Frischluft ströme über die Wandvertäfelung ein und werde über den Deckenbereich abgesaugt, so dass unangenehme Zugerscheinungen vermieden werden, erläuterte Hagen weiter. Die innenarchitektonische Gestaltung basiere auf den Vorgaben der Akustik-Planer; Materialien, Neigungswinkel, Einbauten, Oberflächen sowie Befestigungen wurden akustisch berechnet.

Hinzu kam eine neue Medientechnik. "Ein Schatzkästchen ist entstanden", sagte Senatorin Hagen. Sie dankte den Handwerkern und dem Team um Geschäftsführerin Ilona Jarabek, denn alles musste bei laufendem Betrieb geschehen. Rund 800.000 Euro kostete die Maßnahme.

Der Ausbau des Kleinen Saales sei ein weiterer Abschnitt auf dem Weg zur Generalsanierung der MuK, betonte Bürgermeister Jan Lindenau. Im Jahre 2022 werde die Gesamtsanierung voraussichtlich abgeschlossen sein. Lindenau lobte den Kleinen Saal. Er habe kürzlich den entsprechenden Saal in der Hamburger Elbphilharmonie besichtigt. Sein Urteil: "Unser Saal ist schöner!"

Lindenau dankte den Unterstützern, zu denen immer wieder die Stiftungen und das Land gehören. Anschließend übergab er den symbolischen großen Schlüssel an Ilona Jarabek. Dass der Raum akustisch keine Wünsche offen lässt – davon konnten sich die Gäste überzeugen. Mitglieder des Philharmonischen Orchesters spielten Mozart, Sätze aus einem Klarinettenquintett.

Mozart erklang zur Begrüßung im Kleinen Saal. Fotos: TD

Mozart erklang zur Begrüßung im Kleinen Saal. Fotos: TD

Autor: TD

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