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Lübeck:

Senatorin: Stadtbibliothek gut aufgestellt

Die CDU Innenstadt fordert, die Stadtbibliothek weiter zu entwickeln (wir berichteten am 4. Januar). Kultursenatorin Kathrin Weiher weist die Vorschläge zurück: Die Nutzerzahlen steigen. Die Räume und Angebote werden intensiv genutzt und sind auch ein Treffpunkt.

Die Stadtbibliothek der Hansestadt Lübeck zieht eine positive Bilanz des Jahres 2019. Täglich werden die Einrichtungen von über 3.700 Menschen genutzt, 2019 wurden über eine Million Nutzungen erzielt. Seit 2007 konnte die Nutzung auf das 3,4-fache gesteigert werden. Derzeit entfallen rund 75 Prozent aller Nutzungen auf virtuelle/digitale Nutzungen. Die persönliche Nutzung ist seit 2007 um fünf Prozent gestiegen.

Die Bibliothek werde auch als Ort für Kommunikation und Veranstaltungen sehr gut angenommen, berichtet die Stadtverwaltung: vom Kleinkind (beginnend mit Medien und Aktionen in der Kinder- und Jugendbibliothek für 0- bis 3-jährige) bis zur wissenschaftlichen Nutzung (z.B. historischer Medien, Digitalisate). Dabei ist die Bibliothek unter anderem Treffpunkt und Arbeitsraum zur Gruppenarbeit für Schüler, Studierende, Lerngruppen und viele mehr. Jährlich über 300 Führungen, über 150 Veranstaltungen, über 200 Medienpräsentationen und Ausstellungen belegen dies. 2019 beteiligte sich die Lübecker Stadtbibliothek zum ersten Mal an der bundesweiten Aktion "Die Nacht der Bibliotheken". 1.230 Gäste nutzen das Angebot mit allein 25 Programmpunkten an einem Abend.

"Unsere Stadtbibliothek ist hervorragend aufgestellt und hat konkrete Zukunftsplanungen. Die Mitarbeitenden leisten einen guten Service in den Einrichtungen. Die Hansestadt Lübeck kann zu Recht stolz auf eine der größten und ältesten Stadtbibliotheken Deutschlands sein, die die ganze Welt in einem Haus vereint, die innovativ und beispielhaft, die Digitalisierung vorantreibt und ein wichtiger Ort für Wissensbewahrung und Wissensvermittlung in unserer Stadt ist", so Kultursenatorin Kathrin Weiher.

Für 2020 und die Folgejahre stehen konkrete Vorhaben an, die bereits in den Gremien der Hansestadt Lübeck beschlossen worden sind. So laufen aktuell die Vorbereitungen für einen der größten Umzüge einer Bibliothek in Deutschland. Das Magazin der Stadtbibliothek Lübeck – derzeit noch auf dem Priwall – zieht um in die Einsiedelstraße als neuen Standort, der die notwendigen klimatischen und räumlichen Bedingungen für die zum Teil bedeutenden Bestände. Konkret bedeutet dies, dass rund 590.000 Bände und ihre Regale verpackt, transportiert und neu platziert werden müssen. Parallel läuft die Sanierung der Lüftungsanlage in der Bibliothek in der Hundestraße.

Darüber hinaus laufen die Planungen für ein neues Stadtteilhaus im Rahmen der "Sozialen Stadt Moisling" in das die Stadtteilbibliothek Moisling einziehen wird. Im zukünftigen Stadtteilzentrum "Neue Mitte Moisling" sollen öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen untergebracht werden. Es ist ein Haus das Service, Bildung und den Dialog befördert und als zentraler Treffpunkt im Stadtteil fungiert.

Der Bibliotheksleiter Bernd Hatscher hält fest: "Alle diese Weiterentwicklungen sind natürlich herausfordernd und benötigen Zeit und Energie. Doch die Mitarbeiter sind engagiert und zukunftsorientiert. Deshalb geht es mit der Bibliothek inhaltlich stetig voran."

Die Bibliothek begann 2007 digitale Dienstleistungen einzuführen und sie kommunizierte dies laufend in den politischen Gremien – zuletzt im März 2019. Für 2020 ist unter anderem die Einführung von "Sharemagazines" vorgesehen. Dies bedeutet die Nutzungsmöglichkeit von über 400 deutschen elektronischen Zeitungen und Zeitschriften innerhalb der Bibliothek. Darüber hinaus wird durch die Weiterentwicklung des vorhandenen eBook-Angebots eine Versechsfachung des Angebots und die Kooperation mit über 100 Bibliotheken möglich. Das aktuelle digitale Angebot präsentiert sich unter www.stadtbibliothek.luebeck.de umfassend.

"Unsere Stadtbibliothek ist bereits heute digitaler Vorreiter und beispielgebend für digitale Innovationen. Und sie hat den Beleg bereits erbracht, dass trotz fortschreitender Digitalisierung die Orte der Stadtbibliothek als Lebens- und Lernorte sowie der analoge Bestand attraktiv bleiben. Das belegen die steigenden Gästezahlen", so Bürgermeister Jan Lindenau.

Die Stadtbibliothek zieht eine positive Jahresbilanz.

Die Stadtbibliothek zieht eine positive Jahresbilanz.

Autor: Presseamt Lübeck/VG

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