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Lübeck:

Hotel-Betrüger verletzte zwei Polizeibeamte

Am späten Samstagabend, 11. Januar, teilte ein Zeuge der Polizei mit, dass sich in einem Lübecker Hotel zwei Gäste befinden, welche offenbar mit einer falschen Identität eingecheckt hätten. Einer der beiden Tatverdächtigen flüchtete vor der Polizei und leistete erheblichen Widerstand bei der vorläufigen Festnahme. Zwei Polizisten wurden verletzt; einer der Beamten muss operiert werden.

Aufgrund eines Zeugenhinweises wollten Beamte des 1. Polizeireviers Lübeck ein Hotel in der Willy-Brandt-Allee aufsuchen. Dort sollten sich zwei Männer Zimmer gebucht und dazu gefälschte Papiere genutzt haben. Einer der Männer, ein 30-jähriger Hamburger, ließ sich kurz vor 21 Uhr beim Eintreffen der alarmierten Polizisten widerstandslos vor dem Hoteleingang festnehmen. Bei dem Mann wurde zudem eine mit Marihuana gefüllte Dose aufgefunden und sichergestellt.

Ein 28-jähriger Hamburger lief zeitgleich in Richtung Musik- und Kongresshalle und wollte sich einer vorläufigen Festnahme durch Flucht entziehen. Nach einem kurzen Verfolgungslauf konnte der Mann von einer Beamtin und einem Beamten des 1. Polizeireviers eingeholt und festgehalten werden. Dabei wurden die Polizisten von einem Passanten unterstützt. Dieser war ein junger Kollege der Hamburger Polizei, welcher sich in seiner Freizeit in Lübeck aufhielt.

Beim Rückweg zum Hotel versuchte sich der Festgenommene aber erneut zu befreien und es kam zu einem Gerangel. Hierbei stieß er den Lübecker Beamten zu Boden. Gemeinsam gelang es den drei Polizeibeamten jedoch, den Mann zu überwältigen. Während der Hamburger Polizist unverletzt blieb, erlitten die beiden Lübecker Beamten durch die Widerstandshandlungen des 28-jährigen Verletzungen. Die Polizeibeamtin verletzte sich an beiden Knien, ihr Kollege brach sich während des Gerangels einen Finger. Er wurde ins Krankenhaus gefahren und wird operiert werden müssen, so dass er aktuell nicht dienstfähig ist.

Auch bei dem 28-jährigen wurde Marihuana gefunden. Ein Urintest verlief positiv auf Kokain und THC, so dass ihm Blutproben entnommen wurden. Außerdem hatte der Mann neben einem deutschen Personalausweis eine italienische Identitätskarte bei sich, die auf einen anderen Namen und andere Geburtsdaten lautete.

Nach den polizeilichen Maßnahmen wurden bei Männer zunächst wieder entlassen.

Symbolbild.

Symbolbild.

Autor: PD Lübeck

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