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Lübeck - Innenstadt:

Vortrag zum Bauhaus im Jahr 2019

Das Ortskuratorium Lübeck der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) lädt am Dienstag, den 4. Februar 2020 um 19.30 Uhr in den Großen Saal der Gemeinnützigen, Königstraße 5, zu dem Vortrag „Mythen, Meister und Meriten – Eine nachdenkliche Bilanz des Bauhausjahrs 2019“ von Dr. Dankwart Guratzsch ein. Der Eintritt zum Vortrag ist frei, um Spenden für die Arbeit der DSD wird gebeten.

Wenige deutsche Bauschulen hatten weltweit einen vergleichbaren Erfolg wie das Bauhaus. Zur Bauhaus-Architektur zählen Bauwerke, deren Architekten niemals am Bauhaus selbst studiert oder gelernt haben. Die heute verehrten Baumeister sprachen selbst vom „Neuen Bauen“, das die Nationalsozialisten als „bolschewistisch“ ablehnten. Und doch reden wir heute vom sogenannten „Bauhaus-Stil“.

Was also ist Bauhaus „pur“? Walter Gropius, der erste Bauhaus-Direktor, wollte nach eigener Auskunft gar keinen eigenen Stil bilden. Dennoch avancierte die seinerzeit revolutionäre Kunst- und Bauakademie in Weimar, Dessau und Berlin in den nur 14 Jahren ihres Bestehens von 1919 bis 1933 zu einer stilbildenden Institution, deren Effekte bis heute nachwirken. Zu den architekturhistorischen Ikonen dieses Neuen Bauens gehören Haus Auerbach in Jena oder das Landhaus am Rupenhorn 25 in Berlin. Dazu zählen so berühmte Gebäude wie die Meisterhäuser und das Bauhaus-Haus in Dessau, die Villen Haus Esters und Lange in Krefeld, die Bauten der Brüder Taut und Luckhardt, von Le Corbusier, Ernst May, Erich Mendelsohn und Hans Scharoun.

Der Mythos Bauhaus lebt – und doch stellt sich die Frage: Was ist davon noch aktuell? Was ist Vereinnahmung und Vermarktung? Diesen und weiteren Fragen geht der Journalist, Architekturkritiker und Mitglied des Kuratoriums der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Dr. Dankwart Guratzsch, in seiner Bilanz zum jüngst vergangenen Jubiläumsjahr des Bauhauses nach und auf den Grund.

Die Meisterhäuser in Dessau, ein Beispiel des Neuen Bauens. Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Die Meisterhäuser in Dessau, ein Beispiel des Neuen Bauens. Foto: Roland Rossner/Deutsche Stiftung Denkmalschutz

Autor: Veranstalter

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