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Lübeck:

Busfahrer streiken von Dienstag bis Donnerstag

Am Freitag verhandelten Gewerkschaft und Arbeitgeber erneut um einen neuen Tarifvertrag für Busfahrer. Ein neues Angebot der Arbeitgeber wurde von Ver.di abgelehnt. Die Gewerkschaft ruft die Busfahrer des Stadtverkehrs erneut zu einem Streik auf. Der dauert von Dienstagmorgen bis Donnerstagnacht.

„Der kommunale Arbeitgeberverband hat zwar ein Angebot vorgelegt, dies ist aber als eine unzureichende Grundlage in Richtung eines Tarifabschlusses zu werten. Das vorgelegte Angebot wurde einstimmig von der Tarifkommission abgelehnt", so Karl-Heinz Pliete, Verhandlungsführer von ver.di Nord.

„Wir haben vereinbart, am kommenden Donnerstag einen weiteren Verhandlungsversuch zu unternehmen. Diesen werden wir mit einem dreitägigen Warnstreik an allen TV-N Standorten begleiten, damit endlich echte Bewegung in den Konflikt kommt und die Arbeitgeber verstehen, dass wir ein weiteres Hinziehen der Verhandlungen nicht mehr akzeptieren“, so Pliete weiter.

Die Warnstreiks beginnen am kommenden Dienstag mit Betriebsbeginn und werden bis zum Betriebsschluss am Donnerstag andauern. Betroffen sein werden die Standorte Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster.

Die Linien 30, 31, 32, 33, 35, 38, 39 und 40 der Lübeck-Travemünder-Verkehrsgesellschaft (LVG) und anderer Verkehrsbetriebe sind von dem Streik nicht berührt und fahren nach Fahrplan. Die Fähre wird ebenfalls an allen drei Tagen bestreikt. Für Fußgänger und Radfahrer fährt die Fähre stündlich jeweils zur vollen Stunde zum Priwall und zurück. Eine Versorgung für Notdienste wie Krankenwagen und Feuerwehr ist garantiert. Der Betrieb der Fähre wird am dritten Streiktag, Donnerstag, 13. Februar, um 21 Uhr wieder aufgenommen. Die Service-Center in Travemünde und am Lübecker ZOB sind geschlossen.

ver.di Nord fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um 2,06 Euro pro Stunde ab dem 1. Januar 2020. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten bekommen.

Die Arbeitgeber haben am Freitag angeboten, die Gehälter zum 1. Januar 2020 um 110 Euro, im Januar 2021 um 2,8 Prozent und ab Januar 2022 um 2,3 Prozent zu erhöhen. "Damit haben die Arbeitgeber eine Erhöhung der Entgelte um insgesamt 9,10 Prozent angeboten – mehr ist einfach nicht möglich", so Wilfried Kley, Verbandsgeschäftsführer des Kommunalen Arbeitgeberverbandes. Bereits heute verdiene ein Busfahrer im Monat durchschnittlich 3.200 Euro (mit Zulagen / ohne die angebotenen Entgelterhöhungen). Hinzu komme eine Betriebsrente im Wert von rund 350 Euro monatlich. Und weitere Leistungen der Arbeitgeber im Bereich der Gesundheitsvorsorge.

Von Dienstag bis Donnerstag bleiben die Busse des Stadtverkehrs im Depot.

Von Dienstag bis Donnerstag bleiben die Busse des Stadtverkehrs im Depot.

Autor: Verdi/red.

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