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Lübeck:

Warnstreiks bei privaten Busbetrieben möglich

Die Busse des Stadtverkehrs stehen wegen eines Warnstreiks im Depot. Die Gewerkschaft ver.di kündigte am Dienstagabend an, dass es auch im privaten Busgewerbe zu Warnstreiks kommen wird. Dann wäre vermutlich auch die Umlandlinien betroffen. Anders als ursprünglich berichtet, gehört die LVG nicht mehr in diesen Tarifbereich, sondern hat einen Haustarifvertrag.

Wie die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) mitteilt, wurde die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im Organisationsbereich des OVN, erneut ohne konkretes Ergebnis vertagt. Der OVN deckt in vielen Kommunen und Kreisen die Schülerverkehre und den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) im Auftrag der öffentlichen Träger ab.

"Die Arbeitgeber haben zwar einen neuen Vorschlag unterbreitet, der reicht aber lange nicht aus, um den Forderungen annähernd gerecht zu werden. Weder die Zeitpunkte der Steigerungen noch die Höhe der Zahlungen sind einigungsfähig", so Karl-Heinz Pliete, Verhandlungsführer von ver.di Nord. "Wir werden uns nun erneut darauf konzentrieren, den Verhandlungsdruck zu erhöhen und das bedeutet Warnstreiks bis zum nächsten Verhandlungstermin", so Pliete weiter.

Zur Mittagszeit legte die Arbeitgeberseite ein Angebot vor, das der OVN auch im weiteren Verlauf des Tages nicht mehr änderte:
Ab 1. Januar 2020: Erhöhung der Monatsentgelte um 50 Euro
Ab 1. November 2020: Erhöhung der Monatsentgelte um 50 Euro
Ab 1. Mai 2021: Erhöhung der Monatsentgelte um 50 Euro
Ab 1. November 2021: Erhöhung der Monatsentgelte um 50 Euro
Laufzeitende nach 30 Monaten (30. Juni 2022).
(Quelle: ver.di)

Auch der Versuch, im Laufe des Nachmittags in zwei Sondierungen ein annehmbares Ergebnis zu erzielen, führte nicht zum Erfolg. ver.di Nord fordert eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um zwei Euro pro Stunde ab dem 1. Januar 2020, eine Ergänzung der Lohngruppen um eine weitere Lohngruppe sowie die Erstattung des GUV/Fakulta-Beitrags. Der Tarifvertrag soll eine Laufzeit von zwölf Monaten bekommen. Die Verhandlungen sollen am 28. Februar weitergeführt werden.

Die Gewerkschaft ver.di droht mit Warnstreiks bei Busbetrieben.

Die Gewerkschaft ver.di droht mit Warnstreiks bei Busbetrieben.

Autor: Verdi/red.

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