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Lübeck:

Elternvertreter äußern sich zu Schließungen

Archiv-Text vom 14.03.2020: Ab Montag sind Kitas und Schulen geschlossen. Die Kreiselternvertretung und die Stadtelternvertretung Lübeck rufen Gesellschaft und Politik zur Unterstützung auf. Sie fordern unter anderem einen Erlass der Kita-Gebühren.

Nicole Lindenberg, 1. Vorsitzende der Kreiselternvertretung Lübeck:

(")Die Eltern Lübecks stufen die Kitaschließung als Maßnahme zur Corona-Eindämmung als richtig und unverzichtbar ein. Unbenommen davon bestehen aber reale und berechtigte Existenzsorgen – Verdienstausfälle sind bei zahlreichen Eltern durch die nun selbst zu leistende Kinderbetreuung zu erwarten. Neben vielen kulanten und sehr solidarischen Arbeitgebenden, die großzügig den Eltern die Kinderbetreuung ermöglichen und dabei versuchen, jegliche Verdienstausfälle auszuschließen, gibt es auch welche, die auf den gültigen Arbeitsvertrag vorweisen und klarstellen, dass sie einen pünktlichen Arbeitsbeginn am Montag, den 16.03.2020 erwarten. Eine solche Reaktion seitens Arbeitgebenden halten wir in Anbetracht der Situation für unangemessen und setzen auf ein sehr schnelles Umdenken.

Wie auch die Landeselternvertretung erwarten wir, dass Land und Bund ein Hilfspaket für die Eltern vergleichbar den angekündigten Hilfen für die Wirtschaft schüren. Den Corona zeigt sehr deutlich: Eltern sind in unserer Gesellschaft unverzichtbar – für die Kinder und die Wirtschaft.(")

Juleka Schulte-Ostermann, Vorsitzende der Stadtelternvertretung Lübeck:

(")Eltern sind auf heute mehr denn je auf Solidarität und Unterstützung angewiesen. Denn Eltern können sich nicht zweiteilen – 100 % Kinderbetreuung und 100 % Arbeiten wie im bisherigen Umfang sind ein Ding der Unmöglichkeit. D.h. über den Eltern schwebt nun das für viele existenzbedrohende Damoklesschwert des Verdienstausfalles. Die Stadt Kiel hat diesbezüglich vorbildlich reagiert und bereits mitgeteilt, dass sie den Eltern die Kitabeiträge für die geschlossenen Kita-Zeiten erstatten wird. Auf diese Weise kann zumindest ein kleiner Teil der Mindereinnahmen bei den Eltern aufgefangen werden. Insbesondere haben die Eltern so die finanzielle Möglichkeit, zur Not in einem kleinen Umfang eine 1:1 Kinderbetreuung kostentechnisch stemmen zu können, wenn sie am Arbeitsplatz unabkömmlich sind oder andernfalls durch Verdienstausfall in ernste Zahlungsschwierigkeiten kommen würden. Wir hoffen darauf, dass die Lübecker Kitaträger dem Vorbild Kiels folgen werden.(")

Juleka Schulte- Ostermann ist Vorsitzende der Stadtelternvertretung.

Juleka Schulte- Ostermann ist Vorsitzende der Stadtelternvertretung.

Veröffentlicht: 14.03.2020, 11.37 Uhr, Autor: KEV/SEV

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