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Lübeck:

Schmidtke: Maßnahmenpaket auch Zeichen des Respekts

Archiv-Text vom 26.03.2020: Ein Rekordpaket im Rekordtempo in außergewöhnlichen Zeiten – der Bundestag ist am Mittwoch, dem 25. März, in Berlin zu einer Sitzung im Krisenmodus zusammengekommen. Auch die CDU-Bundestagsabgeordnete für Lübeck und das nordwestliche Herzogtum Lauenburg Prof. Dr. Claudia Schmidtke hat an den Beratungen für das umfangreiche Krisenpaket teilgenommen.

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Claudia Schmidtke sagte dazu:

(") Die SARS-COV-2-Pandemie hat die Welt fest im Griff. Der Bundestag hat heute seinen Teil dazu beigetragen, dass es für Deutschland kein Klammergriff wird. Niemals zuvor hat der Bundestag ein derart hohes Volumen an Liquiditätshilfen, Krediten und Garantien bereitgestellt – und hierfür auch eine Rekordneuverschuldung in Höhe von 156 Milliarden Euro beschlossen. Bei Hinzurechnung weiterer Kreditermächtigungen und Garantien des Wirtschaftsstabilisierungsfonds kommt der Schutzschirm insgesamt auf 1,8 Billionen Euro – eine unvorstellbar hohe Summe.

Ich hoffe sehr, dass wir mit diesen Maßnahmen die Sorgen von selbständigen Unternehmerinnen und Unternehmern und Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ein wenig lindern können. Doch klar ist auch, dass wir die Folgen der Krise gesamtgesellschaftlich bewältigen müssen. Für mich als Gesundheitspolitikerin lag der Schwerpunkt meiner Arbeit in den vergangenen Wochen in der Sicherstellung der Funktionsfähigkeit unseres Gesundheitswesens. Unser oberstes Ziel muss es sein, bei uns Zustände wie in Italien und Spanien zu verhindern. Die Voraussetzungen dafür sind, bei allen vorhandenen Widrigkeiten, weiterhin gut. Das liegt nicht nur daran, dass die Zahl der Intensiv- und Beatmungsbetten in unseren Krankenhäusern vergleichsweise hoch ist, sondern auch an der relativ frühen Erkennung und einer von Anfang an hohen Zahl an Testungen.

In dieser Woche galt es nun, die Kliniken für ihre Ausfälle im Rahmen der Krise so zu kompensieren, dass sie ihre organisatorischen Vorbereitungen für den größten Stresstest unserer Geschichte mit aller Kraft fortsetzen können. Gleichzeitig laufen die Arbeiten zur Materialbeschaffung und weiteren Verbesserung der Testaktivitäten auf Hochtouren. Viele Industrien stellen ihre Produktion um, die chemische Industrie spendet Ethanol für Desinfektionsmittel, Medizintechnikhersteller – wie das Lübecker Drägerwerk – fahren ihre Kapazitäten hoch. Ich selbst habe mich schon frühzeitig für eine Optimierung der Informationsflüsse wie das DIVI-Register eingesetzt, die mit dem vorhandenen Maßnahmenpaket ebenfalls einen großen Schritt gemacht hat.

Die Politik in Berlin ist nur eines von vielen Rädchen, die unser Land derzeit am Laufen halten. Kassierer, Busfahrerinnen, Erzieher, aber vor allem die vielen engagierten Kräfte in unserem Gesundheitswesen, wie Reinigungskräfte in Gesundheitseinrichtungen, Pflegekräfte im ambulanten wie stationären Bereich, MTAs, Ärzte/innen und alle weiteren verdienen unser aller Dank. Die Verabschiedung des Maßnahmenpakets ist daher auch ein Zeichen des Respekts vor ihnen und ihren Leistungen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass auch nach überstandener Corona-Krise dieser Respekt der Politik nicht nachlässt. (")

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Claudia Schmidtke hofft, dass die Maßnahmen die Sorgen ein wenig lindern können. Foto: Olaf Malzahn

Die Lübecker Bundestagsabgeordnete Prof. Dr. Claudia Schmidtke hofft, dass die Maßnahmen die Sorgen ein wenig lindern können. Foto: Olaf Malzahn

Veröffentlicht: 26.03.2020, 12.31 Uhr, Autor: BCS/Red.

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