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Lübeck:

Energy Award: Lübeck erreicht bereits 48,3 Prozent

Archiv-Text vom 30.04.2020: Gebäude energetisch sanieren, Radverkehr fördern und umweltrelevante Kooperationen mit der Wirtschaft anstoßen – diese und andere Maßnahmen sind kommunale Beiträge für die Energiewende und den Klimaschutz. In Lübeck wird auch während der Corona-Krise daran gearbeitet. Die Stadt hat schon bei der ersten Prüfung fast den Standard des "European Energy Award" erreicht.

Die Bestandsaufnahme zum Klimaschutz im Rahmen des European-Energy-Awards (eea) ist nun abgeschlossen: Die Hansestadt hat, durch die bis zum jetzigen Zeitpunkt umgesetzten Maßnahmen und Konzepte, in den sechs Maßnahmenbereichen insgesamt überdurchschnittliche 48,3 Prozent erreicht. "Damit liegen wir in der kommunalen Familie auf einem Spitzenplatz für die Erstbewertung", so Umweltsenator Hinsen stolz. Werden 50 Prozent der möglichen Punkte erlangt, erhält Lübeck den European Energy Award und bei 75 Prozent die Auszeichnung in Gold.

Das Ergebnis der Bestandsaufnahme ist ein Stärken-Schwächen-Profil. Aus diesem geht hervor, dass zu Lübecks Stärken im Klimaschutz konzeptionelle Grundlagen gehören, die durch die Klimaleitstelle und zahlreicher Partner erarbeitet wurden. Beispiele sind die CO2-Bilanzen, das integrierte Klimaschutz- und das Klimaanpassungskonzept des Bereichs UNV, sowie das Waldkonzept des Bereichs Stadtwald und Energie- und Abfallkonzepte. "Die strategische Grundlagenarbeit hat sich als kluge Vorbereitung für die Maßnahmenumsetzung erwiesen", so Senator Hinsen. Des Weiteren weist Lübeck Akteursnetzwerke auf dem Stadtgebiet, wie Klima Pro Lübeck oder Fairtrade Stadt auf. Von Vorteil ist weiterhin, dass die Stadtwerke mit ihrem umfangreichen Produkt- und Dienstleistungsportfolio in kommunaler Hand sind. Hervorzuheben ist ebenfalls die Teilnahme an Forschungsprojekten, wie zur Abwasserwärmenutzung in der Ratzeburger Allee der Entsorgungsbetriebe.

"Geholfen hat insbesondere die Feststellung des Klimanotstands im Mai 2019 inklusive der weiteren Umsetzungsbeschlüsse", stellt die Stadtverwaltung fest. "Die zahlreichen Aktivitäten und Beschlüsse tragen zu dem guten Ergebnis der Ist-Analyse bei, denn vor 2019 hatte das Thema Klimaschutz im kommunalpolitischen Handeln oft nur nachrangige Bedeutung. So wurde der Personal- und Finanzmitteleinsatz für Energie- und Klimathemen ab Mitte 2019 schrittweise erhöht." Das große Potential für Klimaschutz durch die Sanierung des kommunalen Gebäudebestands ist wieder in den Fokus gerückt. Gleichfalls werden die planerischen Möglichkeiten der Verwaltung, zum Beispiel mobilitätsrelevante Vorgaben in der Stadtentwicklung, Schritt für Schritt stärker wahrgenommen.

Um Klimaschutzmaßnahmen zukünftig strategisch und systematisch zu planen und umzusetzen, hat sich Lübeck im September 2019 entschlossen ein europaweites, standardisiertes Qualitätsmanagementsystem – den European Energy Award (eea) – für Ihre Klimaschutzarbeit zu etablieren. "Von der Teilnahme erwarten wir uns eine transparente Bewertung unserer bisherigen Maßnahmen und Projekte zum Klimaschutz", so Umweltsenator Ludger Hinsen damals. Die jetzt vorgestellten Ergebnisse basieren auf der Ende März abgeschlossenen Ist-Analyse, welche vom verwaltungsinternen Energieteam - mit Unterstützung des externen eea-Beraters Herrn Tippkötter - auf Grundlage eines umfassenden Fragenkatalogs durchgeführt wurde. Das entstandene Stärken-Schwächen-Profil dient nun als Basis für das Maßnahmenpaket zum Klimaschutz für 2021.

"Ausgehend von den Ergebnissen der Ist - Analyse folgt jetzt die Erstellung des Maßnahmenkatalogs für 2021 um für entsprechende Maßnahmen Haushaltsmittel planen zu können", so UNV-Bereichsleiterin Birgit Hartmann. "Wenn alle ihren Beitrag leisten sind wir zuversichtlich, bis zum Ende dieses Jahres 50 Prozent der möglichen Punktzahl zu erreichen und den European Energy Award verliehen zu bekommen. Perspektivisch streben wir als nächstes Etappenziel mit dem Masterplan Klimaschutz, der im nächsten Jahr erarbeitet wird, den Goldstandard (75 Prozent) an."

Ein positives Beispiel: Seit 2015 wird in der Ratzeburger Allee die Wärme des Abwassers genutzt. Foto: Archiv

Ein positives Beispiel: Seit 2015 wird in der Ratzeburger Allee die Wärme des Abwassers genutzt. Foto: Archiv

Veröffentlicht: 30.04.2020, 14.05 Uhr, Autor: Presseamt Lübeck/red.

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