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Lübeck:

Grüne Fraktion fordert Ausbau der E-Mobilität

Archiv-Text vom 23.05.2020: Die Bürgerschaftsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen sieht in Lübeck Handlungsbedarf beim Thema E-Mobilität: Die vorhandene Ladeinfrastruktur sei nicht ausreichend und der Ausbau stocke. Die Grüne Fraktion fordert, dass mindestens 500 öffentlich zugängliche Ladepunkte mit Strom aus erneuerbarer Energie bis Anfang 2022 und mindestens 2.000 bis 2030 im Stadtgebiet verfügbar sind.

Dazu erklärt Arne-Matz Ramcke, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion:

(")Um die international vereinbarten Klimaziele einzuhalten, muss insbesondere im Verkehrssektor dringend der CO2-Ausstoß verringert werden, da dieser Sektor bislang das Schlusslicht im Kampf gegen den Klimawandel ist. Damit dies gelingt, ist neben einem massiven Ausbau und Attraktivitätssteigerung des ÖPNV sowie der Geh- und Radverkehrsinfrastruktur auch der deutliche Ausbau der Ladeinfrastruktur für E-Autos notwendig.

Klar ist, dass die E-Mobilität nicht alle Probleme löst. Es gibt zurecht auch Kritik, die wir ernst nehmen, insbesondere hinsichtlich der Batterieherstellung. Die technischen Weiterentwicklungen der letzten Jahre waren allerdings immens und weitere werden folgen. Im Vergleich mit fossilen Verbrennern haben moderne E-Autos, die mit erneuerbarer Energie betrieben werden, in der Ökobilanz klar die Nase vorn. Und der viel höhere Wirkungsgrad gegenüber Fahrzeugen, die Wasserstoff als Energiespeicher nutzen, spricht eindeutig dafür, dass die E-Mobilität sich – mindestens für einen Teil der Mobilität von morgen – etablieren wird. Darauf muss Lübeck sich jetzt vorbereiten.(")

Die energiepolitische Sprecherin und Fraktionsvorsitzende Birte Duggen weiter:

(")Zusätzlich zur Klimakrise befinden wir uns angesichts der Corona-Pandemie in einer wirtschaftlichen Krise. Maßnahmen der Krisenbewältigung müssen daraufhin konsequent miteinander verzahnt werden. Die saubere Mobilität von morgen sollte dabei eine zentrale Rolle spielen. Corona hat gezeigt, wie sehr Klimaschutz, Luftreinhaltung und Lärmschutz durch weniger motorisierten Verkehr profitieren. Dies belegt, wie wichtig es ist, in eine saubere Umwelt und weniger Treibhausgase zu investieren.

Denn aktuell gibt es nur rund 20 öffentlich zugängliche Ladesäulen in Lübeck, in Kiel sind es immerhin rund 50. Ziel muss es sein, die Ladeinfrastruktur so auszubauen, dass die E-Mobilität attraktiv für alle wird. Wir schlagen als ersten Schritt das Ziel von 500 öffentlich zugänglichen Ladepunkten im Stadtgebiet bis Anfang 2022 vor sowie bis 2030 mindestens 2.000. Damit der Ausbau zielgerichtet und bedarfsgerecht gelingt, sollen alle relevanten Partner bei der Erstellung eines gemeinsamen Umsetzungskonzept beteiligt werden, also vor allem die Stadtwerke, private Unternehmen beispielsweise Supermarktketten, Stadtverwaltung und Politik.

Neben den öffentlich zugänglichen Ladepunkten hat auch das Laden zuhause und am Arbeitsplatz einen großen Stellenwert. Wir wollen deshalb, dass die Stadtwerke Lübeck Unternehmen, Mieter und Eigentümer ein attraktives Produkt für eine eigene Ladeinfrastruktur anbietet. Ein entsprechender Antrag wird Ende Mai behandelt.(")

Arne-Matz Ramcke ist verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion.

Arne-Matz Ramcke ist verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion.

Veröffentlicht: 23.05.2020, 10.43 Uhr, Autor: Grüne

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