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Lübeck:

Das war heftig: 200 Einsätze für die Feuerwehr

Archiv-Text vom 13.06.2020: Um 12.37 Uhr am Samstag veröffentliche der Deutsche Wetterdienst eine amtliche Unwetterwarnung für Lübeck. Zwei Minuten später ging es los: Blitz, Donner und vor allem Regen sorgten für Chaos in Lübeck. Bei Büssau schlug ein Blitz in einen Schuppen und verletzte zwei Personen. Im Norden von Lübeck gab es kaum Schäden.



Fast alle Straßen in Lübeck waren überspült. Knapp 25 Liter Regen in wenigen Minuten waren für die Kanalisation zu viel. "Stellweise kamen die Gullydeckel hoch", sagt Polizeisprecher Dierk Dürbrook. Auch die A1 ist zwischen Lübeck-Zentrum und Bad Schwartau war überspült.


In der Petersilienstraße lief das Wasser in die Ganghäuser.

An vielen Stellen schwappte das Wasser auch in die Häuser. Die Feuerwehr registrierte rund 200 Notfälle, von denen bis 15 Uhr etwa 80 angearbeitet waren. Die Berufsfeuerwehr beschäftigte vor allem Brandmeldeanlagen, die ausgelöst hatten sowie ein Blitzschlag an der Kronsforder Landstraße. Dort wurde ein Schuppen nahe eines Wohnhauses getroffen. Zwei Personen, die sich in der Nähe aufhielten, mussten verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.



Im Kaninchenborn wurde ein Gebäude durch das Wasser erheblich beschädigt. Ein Statiker muss klären, ob es noch standfest ist.

Ein weiterer Einsatzschwerpunkt war das Abwenden eines Stromausfalls im Bereich des Lübecker Hauptbahnhofs am ZOB. Hier drohte Wasser in eine Stromverteilung zu laufen. In Zusammenarbeit mit dem Notdienst des Lübecker Stromversorgers konnte dieser Schaden abgewendet werden.



Im Einsatz waren zwölf Freiwillige Feuerwehren, die sich überwiegend um voll gelaufene Keller kümmerten. Die anderen Freiwilligen Wehren gingen in Bereitschaft, falls noch größere Einsätze wie Brände aufgetreten wären.

Um 13.45 Uhr wurde die amtliche Unwetterwarnung aufgehoben. Weitere Gewitter und Regenschauer sind aber möglich.

Die Kanalisation konnte in der ganzen Stadt das Wasser nicht mehr aufnehmen. Fotos: VG, Oliver Klink, Stefan Strehlau

Die Kanalisation konnte in der ganzen Stadt das Wasser nicht mehr aufnehmen. Fotos: VG, Oliver Klink, Stefan Strehlau

Veröffentlicht: 13.06.2020, 13.33 Uhr, Autor: VG

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