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Lübeck:

Altenpflege 2030: Grüne fordern konkrete Maßnahmen

Archiv-Text vom 17.06.2020: Die Grüne Bürgerschaftsfraktion begrüßt den im vergangenen Sozialausschuss vorgestellten Pflegebedarfsplan, der auf einen Antrag der Grünen Fraktion hin in einem breiten Beteiligungsprozess von Verwaltung und den beteiligten Akteuren entwickelt worden ist. Die vor uns liegenden Herausforderungen einer alternden Stadtgesellschaft seien in diesem Pflegebedarfsplan schonungslos beschrieben.

Grüne Sozialpolitiker fordern alle Fraktionen sowie die Verwaltung auf, nun überparteilich konkrete Maßnahmen zu entwickeln, mit denen diesen Herausforderungen begegnet werden kann.

Hierzu erklärt Thomas Fürst, Mitglied im Sozialausschuss der Hansestadt Lübeck: "Die Pflege von alten und kranken Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Somit sind alle Akteure in Lübeck aufgerufen, sich an der Bearbeitung dieser Aufgabe zu beteiligen. Der neue Pflegebedarfsplan für Lübeck beschreibt eine deutlich zunehmende Zahl von pflegebedürftigen Menschen. Die Voraussetzungen zur bedarfsgerechten Hilfe sind gegenwärtig unzureichend: Es fehlt an Fachkräften, an geeignetem barrierearmen Wohnraum, an Investitionsmitteln und nicht zuletzt an Pflegeheimplätzen."

Vor diesem Hintergrund fordert der Fraktionsvorsitzende und sozialpolitische Sprecher der Grünen in der Lübecker Bürgerschaft, Bruno Hönel alle Fraktionen der Lübecker Politik auf, in einem interfraktionellen und paritätisch besetzen Arbeitskreis Lösungswege für die Altenhilfe in Lübeck für 2030 zu erarbeiten: "In diesem fachlichen Arbeitskreis soll es nicht lediglich darum gehen kommunale Pflegestrukturen fortzuschreiben, sondern innovative Steuerungsprozesse unter Beteiligung aller fachlich geeigneten Akteure der Stadt in die Wege zu leiten. Insbesondere sollen Lösungen erarbeitet werden, die eine vergleichbare tarifliche Entlohnung der Pflegemitarbeitenden beinhaltet, um die Personalgewinnung für die Lübecker Altenhilfe zu verbessern. Es geht um Lösungen zur Finanzierung des Eigenanteils der pflegebedürftigen Menschen und ihrer Angehörigen. Die Zeit der sektoralen Betrachtungsweise, die teilweise auch von der Beibehaltung alter Trägerstrukturen gekennzeichnet ist, ist vorbei."

"Jeder hat mit dieser Pflegethematik zu tun, entweder als Sohn beziehungsweise Tochter oder als betroffener Mensch" ergänzt Fürst abschließend. "Wir brauchen eine neue Hilfekooperation in Lübeck. Dafür setzen sich die Grünen ein."

Thomas Fürst ist Mitglied im Sozialausschuss der Hansestadt Lübeck.

Thomas Fürst ist Mitglied im Sozialausschuss der Hansestadt Lübeck.

Veröffentlicht: 17.06.2020, 11.44 Uhr, Autor: Grüne Fraktion/Red.

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