SPD: Einheitsfeier gehört nach Lübeck

Nach der Absage der Einheitsfeier 2019 in Lübeck hatten sich die drei Lübecker Landtagsabgeordneten Wolfgang Baasch, Kerstin Metzner und Thomas Rother mit einer kleinen Anfrage an die Landesregierung gewandt. "Die Antworten sind bei weitem nicht überzeugend", so ihr Fazit.

Offenbar wurde Bürgermeister Bernd Saxe erst an dem Tag nach der Veröffentlichung in den Medien persönlich über die Absage der Einheitsfeier informiert. Deshalb haben die Abgeordneten auch beim Bürgermeister Saxe noch einmal nachgefragt. Die Flächenkonzepte wurden Ende des vorigen Jahres angefordert. Die Stadt hat Vorschläge vorgelegt, vergleichbar mit den Konzepten für Hansetag und Weihnachtsstadt des Nordens. Der Grundgedanke der vorgelegten Konzepte war, die Hansestadt von ihren attraktivsten Seiten als Aushängeschild für Schleswig-Holstein zu präsentieren. "Es wurde offenbar gar nicht nachgefragt, ob zum Beispiel Nutzung der MUK für den Festakt möglich ist, damit der gewünschte räumliche Bezug zur Besuchermeile hergestellt werden kann", berichten die Landtagsabgeordneten. "Bekanntermaßen stehen Flächen in unmittelbarer Nähe der MUK zur Verfügung."

Bisher wurde fast immer in den Landeshauptstädten gefeiert wurde. Abweichungen gab es mit Bonn und Frankfurt am Main. "Einige Landeshauptstädte sind in ihrer Größe mit Lübeck vergleichbar oder sogar kleiner, wie Schwerin 103.000 Einwohner, Potsdam 163.000 Einwohner, Erfurt 206.000 Einwohner, Mainz 204.000 Einwohner. "Der 30. Jahrestag wäre deshalb eine gute Möglichkeit gewesen, die Öffnung des Konzeptes fortzusetzen", so Wolfgang Baasch, Kerstin Metzner und Thomas Rother. "Die Abfrage bei den Städten in Schleswig-Holstein hatte diese Absicht suggeriert. Offenbar fehlt der Landesregierung letztendlich aber doch der politische Wille für diese Entscheidung. Oder sollte der historische Konflikt zwischen Kiel und der Hansestadt Lübeck dem berechtigten Wunsch der Lübecker Bürgerinnen und Bürger, die Einheitsfeier 2019 auszurichten, entgegenstehen?"

Die Antwort der Landesregierung ist hier verfügbar.

Thomas Rother uns seine Kollegen können die Entscheidung nicht nachvollziehen.

Thomas Rother uns seine Kollegen können die Entscheidung nicht nachvollziehen.

Autor: SPD/red.

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Kommentare zu diesem Text:

Peter Hornbogen (eMail: pughornbogen@t-online.de) schrieb am 10.08.2017 um 16.17 Uhr:
Bisher habe ich unseren neuen Ministerpräsidenten für einen ganz vernünftigen Menschen gehalten, wie gesagt: bsher!
Lasst uns in Lübeck eine eigene Veranstaltung machen, mit einem Volks/Marathonlauf auf historischer Strecke von Schönberg/Selmsdorf nach Lübeck, mit einem Konzert vor dem Holstentor, wie wir es zum Hansetag zu grossartig hinbekommen haben. Und vor allem lasst es uns am 9.11. machen, da hat doch alles angefangen. Dieses Datum wird Aufmerksamkeit erzeugen, da müssen wir gar nicht mit Kiel konkurrieren.

Willi Butz schrieb am 10.08.2017 um 16.37 Uhr:
Ich habe das Gefühl das langsam alles nach Kiel gezogen wird !
Sei es Sportlich -Arbeit-Kultur Hafen und am besten noch die Universität in Lübeck nach Kiel.
Wie kann das angehen schlafen alle in Lübeck ?
Die können machen was sie wollen ,weil Lübeck bei denen am Tropf hängt.
Wann stehen mal unsere Vertreter in der Hässlichen Stadt Kiel im Landtag auf und machen sich für Lübeck stark!

Hardin Tenger schrieb am 10.08.2017 um 17.08 Uhr:
Kiel ist nun einmal die Landeshauptstadt mit dem ansässigen Parlament. Somit hat die Landeshauptstadt auch den ersten Zugriff.
Eine andere Frage ist die Finanzierung eines solchen Spektakels.
Die Stadt Kiel ist mehr als "pleite", hat aber regelmäßig das "Land" als Sponsor im Nacken.
Die Stadt Lübeck ist "mega-pleite" und mit einem übergroßen Sack an Sozialausgaben nicht mehr regierbar. Wir sind zwar "Hansestadt", aber als Sponsor läßt die "Hanse" sich nicht melken. Ergo, bleibt nur und nur und nur... Possehl über.
Wenn Kiel, dann sollte man einmal hinterfragen, wer von den Kieler Bürgern jemals auch nur einen ollen DDR Grenzzaun gesehen hat.
Lösung: Entweder Possehl sponsort die Sause oder Kiel vermenkt diese eigentlich verd. unwichtige Veranstaltung aus Kostengründen mit der Kieler Woche.
Und----- wenn der MP Günther weiterhin auf Kiel setzt, dann wird kein Lübecker Bürger im September die CDU wählen.

Matthias Büenfeld schrieb am 10.08.2017 um 18.01 Uhr:
Herr Albig hat die Vorentscheidung für Kiel Ende März getroffen, ohne dass dieses nach außen kommuniziert wurde (siehe oben verlinkte Anfrage).

Leider bleibt aus der Anfrage unklar, welche Anforderungen die Flächen konkret haben sollen, damit dort die Bundesländer und Verfassungsorgane sich präsentieren können. Wenn dieses das einzige Kriterium gegen Lübeck war, so stellt sich schon die Frage, ob die Entscheidungen gerecht getroffen wurde. Ebenfalls fehlt eine klare Darstellung darüber, was bei der Stadtverwaltung konkret angefragt wurde. Nachvollziehbar sind die Entscheidungen nicht.

Andre Flecken schrieb am 10.08.2017 um 20.24 Uhr:
(...)

Aber wie ist es heute, bei den ganzen BAUMASSNAHMEN - wie hier auf hl-live.de zu lesen - halb Lübeck zum Stillstand zwingt? Wie wollen denn die fast 400.000 Besucher durch Lübeck kommen??? Zu Fuß, per Hubschrauber, beamen?

Ich glaub´, ich krieg´ die Tür nicht zu.. Ja, Herr Bürgermeister.. selten so gut gelacht...:D :D :D

K.Lukai schrieb am 11.08.2017 um 08.17 Uhr:
Naja, wen wunderts? Sicherlich ist es richtig, das Lübeck grundsätzlich geeigneter ist als Kiel, aber Lübeck macht sich selbst unattraktiv:

- Der Verkehr in Lübeck wird grade immer weiter stillgelegt. 2018 ist zudem direkt in der Stadt eine Riesenbaustelle.
- Die Wallhalbinsel ist für jeden der keine rosarote Brille auf der Nase hat hässlich. Egal wie geschichtsträchtig das alles sein mag: Es ist nur eine Ansammlung von Schrottschuppen. Das ist kein Platz auf dem man jemandem einladen mag.


Lübeck ist im Kern echt schön, aber die unfähige Kombination der Bürgerschaft mit den Senatoren wollen es allen (und vor allem sich selbst!) Recht machen, und schaffen es so nicht wirklich die Stadt voranzubringen. In jeder Frage die in den letzten 10 Jahren bei Planung von Flächen auf den Tisch kam haben die Lübecker Verantworlichen versagt.
- Flughafen
- Klingenberg
- Hubbrücke (das wird noch übel!)
- Drehbrückenplatz (1 Jahr Einbahnstrasse?!)
- Obertrave (miese Werbung FÜR einen Umbau)
- altes Autohaus am Lindenplatz
- Possehlbrücke
- Brücken im Allgemeinen
- unglaubliche miese Verkehrsplanung

.... mehr fällt mir auf Anhieb nicht ein. Aber reicht ja schon fast....






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