Politik möchte Busverkehr stärken

Text vom 13.02.2018: In Lübeck gibt es viele Staus und spätestens im kommenden Jahr mit dem Neubau der Bahnhofsbrücke wird sich der Stillstand noch ausweiten. In der Politik reift die Erkenntnis, dass der Busverkehr gestärkt werden muss. So möchte die SPD nur noch eine Tarifzone für ganz Lübeck.

"Die aktuelle Preisgestaltung ist nicht gerecht, weil das Zonensystem sehr stark auf die Altstadt ausgerichtet ist. Dieses System führt automatisch zur Benachteiligung anderer Stadtteile", sagt Ulrich Pluschkell, verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion. Er fordert zum Beispiel eine Fahrt von Moisling, Schlutup oder Travemünde in die Altstadt in die Tarifzone 2 einzuordnen.

Die SPD fordert auch einen Bericht, ob man nicht eine einheitliche Tarifzone für ganz Lübeck schaffen könne. Außerdem solle geprüft werden, ob man Busse und Bahnen nicht grundsätzlich für Schüler, Studenten und Auszubildende kostenlos gestalten könne. An den Mehrkosten sollen sich auch die Umlandgemeinden beteiligen. Zusätzlich bringt die SPD die Einbindung Lübecks in den Hamburger Tarifverbund wieder ins Gespräch.

Konkrete Forderungen stellt die Fraktion "GAL" auf. Sie möchte den dreijährigen Neubau der Bahnhofsbrücke nutzen, um für das Rad und den Bus zu werben. Dafür soll die Busspur in der Fackenburger Allee stadteinwärts deutlich verlängert und auch eine Busspur stadtauswärts vor der Baustelle geschaffen werden. An den Ampeln sollen die Busse Vorrang bekommen. Das Busangebot solle ausgeweitet werden. "Ziel dessen sollte ein auch für gewohnheitsmäßige Autofahrer attraktiver Busverkehr sein", so die GAL-Fraktion.

In der Politik wird diskutiert, mit welchen Bus-Angebot der Stau in Lübeck reduziert werden kann. Foto: JW

In der Politik wird diskutiert, mit welchen Bus-Angebot der Stau in Lübeck reduziert werden kann. Foto: JW

Autor: VG

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