FDP: Bezahlbaren Wohnraum schaffen

"Es gibt keine wirkungsvollere Sozialpolitik, als die Stärkung des sozialen Wohnungsmarktes. Hier sind in erster Linie die Lübecker Wohnungsbaugesellschaften gefordert", so der sozialpolitische Sprecher der Lübecker FDP-Fraktion, Joachim Schlitzke.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Joachim Schlitzke im Wortlaut:

(")Aber sozialer Wohnungsbau ist nur ein Baustein, um den Problemen auf dem Wohnungsmarkt zu begegnen, denn bezahlbarer Wohnraum muss nicht unbedingt eine Sozialwohnung bedeuten. Vielmehr muss es insgesamt mehr günstigen Wohnraum geben. Das erreicht man durch das Ausweisen von Bauflächen in nachgefragten Gebieten, weniger Auflagen und moderate Steuern und Abgaben.

Den Bau von Hochhäusern, wie vom Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen gefordert, lehnt die FDP-Fraktion ab. Zu schnell könnten dadurch soziale Brennpunkte geschaffen werden. Außerdem sind Flächen für die Schaffung neuen Wohnraums in Lübeck ausreichend vorhanden. Doch langwierige Verfahren durch Planungs- und Umweltrecht verhindern eine zeitnahe Lösung des Wohnungsproblems.

Die FDP wird sich auch in Land und Bund dafür einsetzen, Planungsverfahren zu beschleunigen.(")

Joachim Schlitzke fordert einfachere Verfahren im Baurecht.

Joachim Schlitzke fordert einfachere Verfahren im Baurecht.

Autor: FDP

Text teilen: auf facebook +++ auf google+ +++ über WhatsApp +++ per eMail





Kommentare zu diesem Text:

Hans-Georg Kloetzen schrieb am 13.02.2018 um 14.50 Uhr:
Herr Schlitzke, wenn ihr Vorsitzender bei den Koalitionsverhandlungen nicht den Schwanz eingezogen hätte, wären die Möglichkeiten, auf die Beschleunigung der Planungsverfahren Einfluss zu nehmen, sehr viel größer gewesen.

Walter Alter schrieb am 13.02.2018 um 15.27 Uhr:
Das sind ja tolle Vorschläge, sie passen gut zu den Karnevalstagen. Die Forderung: „Die Verantwortung den Lübecker Wohnungsbaugesellschaften übertragen zu wollen“ klingt gut, aber ist völlig realitätsfern. Die FDP setzte bei der Schaffung von Wohnraum bisher auf Anreize und immer auf die Wunderkräfte des Marktes. Der Vorschlag von Herrn Schlitzke: „Ausweisen von Bauflächen in nachgefragten Gebieten“ ist kaum zu realisieren, weil Bauflächen heute nur noch durch Verdichtung neu entstehen, d.h. Bau von riesigen Hochhäusern, das lehnt die FDP zu Recht ab. Herrn Schlitzkes Hinweis auf das Vorhandensein von genügend Bauflächen in Lübeck erfolgt ohne Benennung dieser Flächen.

Andreas Skusa (eMail: andreasskusa@yahoo.de) schrieb am 13.02.2018 um 19.19 Uhr:
Es geht nicht nur darum bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sondern auch zu erhalten!

Aber wenn ich sehe, wie hier bezahlbarer Wohnraum vernichtet wird, um aus einen maroden Altbau noch einen hohen Mietzins zu erzielen, dann denkt man hier nur an einem schlechten Traum.

Am Beispiel meiner Wohnsituation: Ich wohne seit 2005 in meiner jetzigen 3-Zi-Whg., 60qm, 400€ Kaltmiete. Das MFH wurde 2014 entmietet. Der Kindergarten, mein Bruder und ich sind geblieben.

Seit April 2015 wird das Haus als nichtanerkannte Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge genutzt. Hauptmieter ist die Gemeindediakonie Lübeck, Vermieter die Städtische Wohnungsgesellschahft Trave.

Eine befreundete Nachbarsfamilie aus dem Haus bekommt jetzt monatlich KDU (Kosten der Unterkunft) vom Jobcenter für die Wohngelegenheit: ca. 270€/pro Person. Familie bestehend aus Mutter, mit zwei Kindern. Also für drei Personen 810€ / Monat (Unterkunft und Heizung)!

Die Unterbringung erfolgt in einer 3-Zi.-Whg, wobei die Mutter mit den zwei Kindern zwei Zimmer bewohnt. Das andere Zimmer belegt ein Paar. Bad/Dusche und Küche werden geteilt.

Nun stellt sich die Frage. Weshalb wurde günstiger Wohnraum vernichtet. Und weshalb sind die Kosten in diesem MFH so explodiert. Da es sich um keine anerkannte Gemeinschaftsunterkunft handelt, wäre ja die Stadt für die Unterbringungskosten verantwortlich. Kassiert sie hier auch diese Traummiete? Jedenfalls erhalten anerkannte Flüchtlinge die Leistungen vom Jobcenter und das Jobcenter erhält die Mittel von...??

Die meisten der ehemaligen Mieter haben im übrigen eine Ersatzwohnung vom damaligen Vermieter angeboten bekommen.






<< Zur Übersichtsseite.